Was kostet der Einbau einer Toilette?

Der Einbau einer Toilette ist bei Neubauprojekten oder umfassenden Sanierungen notwendig, wird aber auch durchgeführt, wenn das bisherige Bad nicht mehr gefällt. Was kostet der Einbau einer Toilette im Rahmen einer Bad- bzw. Toilettenrenovierung?

In unserem Ratgeber finden Sie alle wichtigen Informationen. Somit können geübte Heimwerker der Einbau einer Toilette selbst vornehmen.

Toilette einbauen – Welche Kosten entstehen?

Wer sein Badezimmer oder seine Toilette erneuern möchte, auf den kommen verschiedene Kosten zu. Zu diesen Kostenfaktoren zählen vor allem:

  • Kosten für Material
  • Aufwendungen für die Arbeitszeit der beteiligten Handwerksbetriebe (z. B. Sanitär- und Malerbetrieb)

Die Höhe der Materialkosten wird hauptsächlich von der Art und der Qualität der benötigten Komponenten bestimmt – also der WC-Schüssel, des Spülkastens und sonstiger Teile.

Soll Spülkasten auch gewechselt werden?

Beim Einbau einer neuen Toilette ist zu überlegen, ob man den Spülkasten ebenfalls ersetzen möchte. Wenn ja, kann man ihn entweder als sogenannten Vorwand-Spülkasten oder als Unterputz-Spülkasten installieren lassen. Für einen neuen, in die Wand versenkten Kasten werden mindestens 80 Euro anfallen, bei einem sichtbaren Vorwand-Spülkasten muss man mit Kosten ab etwa 150 Euro rechnen.

Umrüstung vom Stand WC zum Wandklosett ist sehr teuer

Viele Wohnungs- und Hauseigentümer entscheiden sich im Zuge einer Badsanierung dafür, das bisher installierte Stand-WC zu entfernen und den Einbau einer modernen Wand-Toilette zu beauftragen. Da der Umbau aufwendig ist, entstehen höhere Kosten. Grund dafür ist, dass erst die alten WC-Komponenten Schüssel, Spülkasten, Rohre bzw. Leitungen entfernt werden müssen. Anschließend braucht man entsprechende Rohre, muss die Haltekonstruktion installiert, der Unterputz-Spülkasten und die frei hängende WC-Schüssel angebracht und der gesamte Bereich gefliest werden.

Verschiedene Toilettenmodelle im Überblick

Wenn man sich im Fachhandel umschaut, was eine Toilette kosten würde, dann stößt man schnell auf die verschiedenen Toiletten-Modelle. Was es mit diesen auf sich hat, zeigen wir in den folgenden Abschnitten etwas genauer.

Standmodell

Das sogenannte Stand-WC ist die klassische Toiletten-Variante, die noch in vielen Bestandsimmobilien zu finden ist. Beim Stand-WC besitzt die Toilettenschüssel einen bodentiefen Sockel, das Abflussrohr wird in den Boden oder die Wand geleitet. Die Sitzhöhe liegt meist bei 40 cm, es gibt aber auch Stand-WCs mit einer 45 cm hohen Schüssel.

Designtechnisch ist ein Stand-WC heute so gestaltet, dass man das in den Boden laufende Abflussrohr nicht sieht. Der Spülkasten hängt bei fast allen heutigen Stand-WCs knapp über der Schüssel an der Wand oder setzt am hinteren Teil der Schüsselkonstruktion direkt auf diese auf. Die Kosten für ein Stand-WC beginnen bei etwas unter 100 Euro, können aber bei sehr hochwertigen WCs auch mehrere hundert Euro betragen. Hier kommt es auch auf die Marke an.

Wandklosett

Ein Wand-WC bzw. Wandklosett zeichnet sich dadurch aus, dass der Spülkasten mithilfe einer Unter- und Haltekonstruktion unter Putz liegt und nur die Spültaste sichtbar ist. Zudem schwebt die Toilettenschüssel sozusagen in der Luft, da sie ebenfalls an der Unterkonstruktion befestigt wird. Das Abflussrohr verläuft beim Wandklosett aufgrund der Schüsselposition immer in der Wand.

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Damit die Optik zum Rest des Bades passt, wird die tragende Unterkonstruktion mit passenden Wandfliesen gekachelt. Eine Reparatur des Unterputz-Spülkastens ist beim Wand-WC etwas aufwendiger und dadurch kostenintensiver. Ein Vorteil beim Wand-WC besteht darin, dass man die Sitzhöhe ganz individuell festlegen kann.

Japan-WC

Was eine Toilette kosten wird, ist nicht nur von den verwendeten Materialien und der Art des WCs abhängig, sondern auch von der genutzten Technik. Eine besonders praktische und zugleich hochtechnisierte WC-Variante ist ein sogenanntes Japan-WC. Wer sich für eine japanische Toilette interessiert findet hier einen Vergleich. Eine solche Toilette ist vollgepackt mit Funktionen, die jeden Toilettengang zu einem Erlebnis machen. Diese über eine externe Wandschalttafel oder Fernbedienung steuerbaren Japan-WCs verfügen beispielsweise über folgende Funktionen:

  • Beheizter Toilettensitz
  • Automatik zum Öffnen und Schließen des Deckels
  • Konfigurierbare Nutzerprofile
  • Gesäß-, Lady- und Komfortdusche mit veränderbarer Duschstabposition
  • Steuerung der Duschstrahlintensität und Wassertemperatur
  • Warmluftfön
  • Absaufvorrichtung für Gerüche
  • Nachtlicht- und Entkalkungsfunktion
  • Kleine und große Spülung

Bekannte Markenhersteller für Stand-WCs und Wandklosetts

Auf dem Toilettenmarkt gibt es zahlreiche Hersteller, die die verschiedenen WC-Varianten anbieten. Zu den bekanntesten WC-Herstellern gehören unter anderem:

  • Buderus
  • Duravit
  • Geberit
  • Grohe
  • Hirayu (für Japan-WCs)
  • Hansgrohe
  • Keramag
  • Vaillant
  • Viessmann
  • Villeroy & Boch

Wer sein Bad bei einer Renovierung oder Sanierung barrierefrei gestaltet, kann seine Kosten eventuell durch eine staatliche Förderung senken. Es gibt in diesem Bereich verschiedene Förderprogramme (etwa von der KfW, siehe zinsgünstiger Kredit beim Programm 159). Zudem besteht die Möglichkeit von Förderungen über verschiedene Stiftungen oder Landesförderprogramme.

Fazit

Die Antwort auf die Frage, was kostet der Einbau einer Toilette, kann beantwortet werden, wenn man weiß, welche Art von Toilette man wünscht, von welchem Hersteller das Stand-WC bzw. Wand-WC sein soll und ob eine Förderung möglich ist. Jede Toiletten-Variante hat Vor- und Nachteile, die es hinsichtlich der Toiletten Kosten zu berücksichtigen gilt, etwa die Position des Abflussrohres. Dieses beispielsweise vom Boden in die Wand zu verlegen, um ein Wand-WC zu installieren, ist aufwendig und damit teurer.

Letztlich ist es aber wohl immer eine Frage des eigenen Geschmacks, welche Toilettenart man haben möchte und welche Kosten entstehen. Der Einbau einer Toilette sollte übrigens immer von einem Fachbetrieb vorgenommen werden, das kann z. B. für mögliche Schadensregulierungen durch eine Versicherung wichtig sein.

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