Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Ein Besuch beim Zahnarzt kann beunruhigend sein. Es handelt sich jedoch nicht um Dentophobie, d. h. um Angst vor dem Zahnarzt. Eine Zahnbehandlung kostet Geld, was berechtigte Ängste über die finanzielle Situation nach dem Besuch aufkommen lässt.

Wie hoch sind die zu erwartenden Kosten einer Zahnbehandlung? Welche Behandlungen werden erstattet? Lohnt es sich, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen? Und was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Preise für Zahnbehandlungen

Nicht nur die Preisanalyse zeigt, dass Zahnbehandlungen teuer sind – für eine Kompositfüllung für eine kleine Lücke muss man zwischen 100 und 300 Euro bezahlen, für Zahnersatz bis zu 4.000 Euro. Auch die Tatsache, dass manche Deutsche für eine Zahnbehandlung ins europäische Ausland reisen, lässt aufhorchen. Der so genannte Zahntourismus entwickelt sich auch hierzulande.

Wenn man jedoch unter starken Zahnschmerzen leidet, möchte man das Problem so schnell wie möglich loswerden, anstatt eine Reise ins Ausland zu planen. Ist in einer solchen Situation die einzige Lösung, eine horrende Rechnung zu bezahlen? Was ist mit der gesetzlichen Krankenversicherung? Sind Zahnbehandlungen versichert?

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Zahnbehandlung?

Die gesetzliche Krankenversicherung  (Krankenkasse) ist Pflicht. Einige Personengruppen haben die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und privaten Versicherungsgesellschaften (PKV). Die Versicherungstarife unterscheiden sie sich in der Höhe der Beiträge und damit im Umfang der Leistungen. Vor allem kleinere Krankenversicherungen bieten weniger Zusatzleistungen an.

Es ist daher wahrscheinlicher, dass Sie für bestimmte Behandlungen mehr bezahlen müssen. Es ist daher ratsam, die Versicherungsdetails sorgfältig zu lesen, damit Sie später nicht enttäuscht werden.

Zahnbehandlung – welche Behandlungen sind kostenlos?

Wenn Sie keine zusätzliche Zahnversicherung abschließen, übernimmt Ihre Krankenkasse einen Teil der Kosten für Ihre Zahnbehandlung. In welchem Umfang? Wie bereits erwähnt, hängt dies von der Versicherungsgesellschaft ab.

Meistens regelt sie die Kosten für regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Zahnbohrungen und Zahnfüllungen, allerdings nur im Umfang der Standardfüllungen. Füllungen aus Kompositmaterialien müssen Sie aus eigener Tasche zahlen. Dies geht über die „Standardbehandlung“ hinaus.

Die Krankenkassen übernehmen auch einen Teil der Kosten für Zahnersatz. Bitte beachten Sie jedoch, dass der Umfang der kostenlosen Vorsorge und Zahnbehandlungen variieren kann. Einige Krankenversicherungen bieten weniger, andere mehr. In den meisten Fällen decken sie jedoch nur die Kosten für notwendige medizinische Maßnahmen. Zum Glück gibt es aber eine Lösung – eine Zahnzusatzversicherung.

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Eine der häufigsten Fragen in Kundengesprächen ist: Was kostet eine Zahnzusatzversicherung? Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Beitragshöhe wesentlich vom Alter des Versicherten, dessen Zahngesundheit und des Leistungsumfangs des Tarifs abhängt. Mit einem Zahnzusatzversicherung Vergleich lässt sich jedoch schnell die Beitragshöhe für den eigenen Fall ermitteln. Zudem können die Tarife der verschiedenen Versicherer schnell und einfach miteinander verglichen werden.

Im Beispiel eines 30-Jährigen kostet eine Zahnzusatzversicherung ab 8 Euro im Monat. Wer jedoch einen ordentlichen Leistungsumfang erwartet, muss mit über 10 Euro rechnen.

Zahnzusatzversicherung – lohnt sich das?

Um den Zahnarztbesuch nicht aus eigener Tasche bezahlen zu müssen, empfiehlt sich der Abschluss einer ZahnZusatzVersicherung (ZZV). Sie ergänzt die Leistungen Ihrer Krankenversicherung und deckt den Rest der Kosten für die zahnärztliche Behandlung.

Wenn zum Beispiel ein Implantat mit Krone 3.000 Euro kostet und die Krankenkasse nur 670 Euro zahlt, müssen Sie 2.330 Euro, also ca. 80 Prozent, aus eigener Tasche übernehmen. Es sei denn, Sie haben eine Zahnzusatzversicherung. Wichtig ist, dass die Zahnzusatzversicherung mehrere Tarife hat. Nur wenn Sie den 100%-Tarif abschließen, tragen Sie keine Kosten für Prophylaxe und Zahnbehandlung.

Denken Sie auch daran, den Umfang der angebotenen Leistungen sowie die geltenden Grenzen, z. B. für die Anzahl der Eingriffe pro Jahr, zu prüfen. Andernfalls könnten Sie enttäuscht werden.

Was bieten die Zahnzusatzversicherungen?

Die Leistungsdifferenz zwischen den Kosten für Zahnersatz und dem Krankenkassenbeitrag ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Während die gesetzlichen Krankenkassen einen eher geringen Betrag zahlen, kann die Zahnzusatzversicherung einen großen Teil der Kosten für Implantate, Porzellaninlays und andere zahnärztliche Leistungen übernehmen. Mit dem richtigen Versicherungstarif können Sie Ihre finanzielle Belastung auf ein Minimum reduzieren.

Leistungen: Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Wurzelbehandlung und vieles mehr

Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie das Thema Implantate und Kronen sowie die Mundhygiene beruhigt angehen – zumindest aus finanzieller Sicht. Denn die Versicherung übernimmt einen großen Teil der Kosten, die bei einer Zahnbehandlung entstehen. Auch bei kieferchirurgischen und kieferorthopädischen Behandlungen können Sie auf den Schutz der Versicherung zählen.

Vor allem junge Menschen können von dieser Zahnzusatzversicherung im Bereich der Kieferorthopädie profitieren. Anhand des KIG-Indikationsgruppen-Index wird der Bedarf an kieferorthopädischer Behandlung der Zähne einer Person ermittelt.

Während gesetzlich krankenversicherte Jugendliche eine Chance auf eine Behandlung in den KIG-Stufen 3 bis 5 haben, übernimmt die Zahnzusatzversicherung die Kosten für alle KIG-Stufen. Mit dem passenden Versicherungstarif können Sie als Eltern eine optimale Behandlung für Ihre Kinder sicherstellen.

Foto: chibelek via Twenty20

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