Was kosten Singlebörsen – Kostenfalle Online-Dating

Dating ist nicht einfach. Apps für die ein oder andere Singlebörse sollen es möglich machen, selbst  bei bestehender Schüchternheit kann das anfängliche Schreiben deutlich einfacher sein.

Doch es sollte Vorsicht walten, damit auf keine Kostenfalle bei dem Online-Dating hineingetappt wird.

Ist die Singlebörse seriös?

Unabhängig davon, ob es sich um eine Dating-App oder eine Singlebörse in anderer Form handelt, sollte im Vorfeld etwas Recherche betrieben werden.

Impressum und Kontakt: Hinweise darauf, dass App & Co. seriös sind, finden sich direkt bei dem jeweiligen Anbieter. Ein Impressum, Geschäftssitz in Deutschland und mehrere Kontaktmöglichkeiten – wie über Telefon und E-Mail – sollten gegeben sein.

Übersicht der Kosten: Zur Kostenfalle wird Online-Dating, wenn ein automatisch laufendes Abonnement abgeschlossen werden muss. Aber auch, wenn vermeintlich kostenlose Angebote Antworten, Zugriff auf Fotos oder weitere Optionen nur gegen Bezahlung erlauben, sollte jeder Nutzer hellhörig werden. Denn diese Basis-Funktionen müssen gegeben sein, um jemanden zumindest ein wenig kennenzulernen.

Tests, Vergleiche und Kundenrezensionen: Hierbei handelt es sich um die wertvollsten Informationsquellen rund um Dating-Portale, Singlebörsen und Apps. Denn hierbei werden zum einen wichtige Faktoren bewertet, zum anderen finden sich Hinweise darauf, welches Angebot die Kosten wirklich wert ist. Finden sich beispielsweise zahlreiche unangemessene Anfragen, werden andere Personen zudringlich oder stellt sich schnell heraus, dass es sich bei vielen Profilen um einen Fake handelt? Das kann durch die Bewertungen anderer Nutzer sehr schnell und einfach herausgefunden werden. Auch Probleme bei der Kontaktierung, ein unfreundlicher Support oder eine unerwartete Kostenfalle bei dem Online Dating können dadurch in Erfahrung gebracht werden.

Seriös oder Betrug? Diese Faktoren helfen bei der Unterscheidung

Ist ein deutsches Impressum vorhanden, aber finden sich – beispielsweise bei einer neuen App oder Plattform – zunächst keine Tests, Vergleiche und andere Bewertungen, ist Vorsicht angeraten.

Die Augen beim Dating offen zu halten ist ohnehin empfehlenswert, im Falle der virtuellen Singlebörse gibt es jedoch noch einige Punkte, die beachtet werden sollten.

Darunter beispielsweise die Weitergabe von persönlichen Daten. Ist der Zugriff beispielsweise nur möglich, wenn Zugriff auf das Facebook-Profil erlaubt wird? Hierdurch werden zahlreiche Daten erfasst, die privat sind und leider auch missbraucht werden können.

Bestseller Nr. 1
Bestseller Nr. 2

Sind direkt nach der Anmeldung zahlreiche Anfragen von vielen unwahrscheinlich attraktiven Interessenten vorhanden? Was zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es in der Regel auch. Gleiches gilt für andere Singles, die mehrere sehr persönliche Fragen stellen – selbst aber kaum antworten.

Denn hierbei handelt es sich häufig um Fake-Profile, die beispielsweise der Datengewinnung dienen können, aber ebenso dabei helfen, ein Abonnement aufrecht zu erhalten. Schließlich ist Mann oder Frau der Träume häufig nur auf dem Portal kontaktierbar. Eine Portion Skepsis ist daher ausgesprochen gesund und kann dabei helfen, nicht in die Kostenfalle zu gehen.

Das Kleingedruckte lesen

Seien wir ehrlich: Viele Menschen lesen die AGBs beziehungsweise das Kleingedruckte nicht, sondern stimmen den Bedingungen einfach zu. Wer hat schon Zeit, sich mehrere Zeiten durchzulesen? Genau das kann jedoch verheerend sein.

In den grundlegenden Regeln der jeweiligen Anbieter können sich bereits Widersprüche und Schlupflöcher finden, die definitiv nicht zum Vorteil der Kunden beziehungsweise Nutzer ausgelegt sind.

Abonnements kündigen und seriöse Zahlungsvarianten nutzen

Bei dem Abschließen von Abonnements sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass eine Kündigung jederzeit möglich ist. Flirt-Portale werben gerne damit, dass ein besonders langes Abo deutlich günstiger ist. Doch was, wenn morgen oder nächste Woche bereits ein idealer Flirtpartner gefunden wird? Eine längere Verpflichtung wäre dann absolut unnötig.

Das bedeutet im Zweifelsfall nicht nur unnötige Kosten, sondern auch unerwünschte neue Anfragen. Es ist daher meist am besten, wenn das Abo jederzeit gekündigt werden kann.

Ein weiteres positives Zeichen ist es, wenn mehrere Zahlungsoptionen zur Verfügung stehen. Gibt es beispielsweise nur Vorkasse oder Bankeinzug, sollte das Beitreten nochmals überdacht werden. Denn Geld, das fälschlicherweise eingezogen oder überwiesen wurde, lässt sich nur schwer wieder zurückholen.

Bei Beiträgen von 30 oder mehr Euro pro Monat summiert sich der Beitrag schnell und könnte deutlich besser angelegt oder investiert werden.

Welchen Preis haben Singlebörsen? ( Stand: November 2020)

Die Gebühren für Singlebörsen können sehr unterschiedlich ausfallen. Meist ist der monatliche Preis davon abhängig, wie lange das Abo läuft.

eDarling: Für drei Monate müssen 79,90 Euro monatlich gezahlt werden. Bei einem sechs Monate langen Abo sinkt die Gebühr auf 49,90 und bei zwölf Monaten 37,90 Euro monatlich.

ElitePartner: Die Kosten für die Nutzung der Partnervermittlung betragen 69,90 Euro monatlich bei einem sechsmonatigen Abonnement. Wird das Abo für zwölf Monate abgeschlossen, sind pro Monat 52,90 Euro fällig. Bei 24 Monaten sinkt die Gebühr auf 32,90 Euro.

Gleichklang: Auch bei diesem Anbieter unterscheiden sich die Kosten abhängig von der Dauer des Abonnements. 98 Euro für ein Jahr, 159 Euro für zwei Jahre und 179 Euro für drei Jahre sind einzuplanen.

LemonSwan: Die monatlichen Kosten sind hier vergleichsweise hoch. Sechs Monate schlagen mit insgesamt 449, 40 Euro, zwölf Monate mit 718,80 und 24 Monate mit 957,60 Euro zu Buche.

Lovepoint: Drei, sechs und zwölf Monate werden als Optionen angeboten. Die Gebühren dafür liegen bei 99,00, 129,99 und 149,00 Euro.

Prinz-sucht-Prinzessin.de: Die monatlichen Kosten belaufen sich auf 34,90 Euro als einmalige Monatszahlung für 30 Tage oder 11,90 Euro / Monat bei Buchung für 12 Monate.

Wem es vor allem um Flirting und Dating geht, ist mit den folgenden Anbietern gut beraten:

Badoo: Bei dieser Vermittlung gibt es zwei Varianten. Es können einmalig Punkte gekauft werden, die von 100 Punkte für zwei Euro bis hin zu 2.750 für 39,99 Euro. Bei dem Abo finden sich ein, drei und sechs Monate für jeweils 8,49, 19,99 und 29,99 Euro Gesamtkosten.

DatingCafe: Die monatliche Gebühr reicht von 9,90 Euro für 24 Monate bis hin zu 24,90 Euro für drei Monate.

LoveScout24: Zwar gibt es auch kostenlose Optionen bei dem Anbieter, für das Premium-Plus Angebot werden jedoch 49,99 bis 59,99 Euro monatlich fällig.

LOVOO: Dieser Anbieter ist besonders günstig. Die Preise liegen zwischen 0,94 und 2,00 Euro pro Woche.

NEU.de: Für ein Jahr liegt die monatliche Rate bei 19,99 Euro. Bei einem Monat sind es hingegen stolze 39,99 Euro.

Es geht aber auch komplett kostenlos und seriös. Positive Beispiele sind hier Verliebt-im-Norden.de, eine Singlebörse für Norddeutschland und Prinz-sucht-Funkenmariechen.de, eine Singlebörse für NRW. Beide Börsen können komplett vollumfänglich kostenlos genutzt werden.

Geht es nicht um einen langfristigen Partner, sondern vor allem um Erotik? Dann sind diese Seiten ideal:

AdultFriendFinder: Auch hier finden sich wieder zwei Varianten. Zum einen eine Gebühr, die für einen Monat bei 30 und für drei Monate bei 20 Euro pro Monat liegt. Zum anderen finden sich Punkte beziehungsweise Coins, die zwischen 0,01 und 0,001 Euro kosten.

AshleyMadison: Das Lesen und Schreiben von Nachrichten sind ebenso wie Chats und das Versenden virtueller Geschenke nur mit sogenannten Credits möglich. Abhängig von der Paket-Größe kostet ein Credit zwischen 0,29 und 0,59 Euro.

C-Date: 19,90 und 39,90 Euro müssen abhängig von der Länge des Abos eingeplant werden.

FirstAffair: Hier gibt es einige kostenlose Funktionen, Kontakt aufzunehmen ist aber in jedem Fall kostenpflichtig. Bei einem 1-Jahres-Abo liegt der monatliche Preis bei gerade einmal 8,33 Euro. Ein einzelner Monat kostet hingegen 39,99 Euro.

FlirtFair: Auch hier verhält es sich wiederum ähnlich, 39,90 Euro für einen Monat sinken auf 24,90 Euro pro Monat bei einem Abonnement für ein halbes Jahr.

Wer im Vorfeld eine umfassende Recherche betreibt, kann sich also nicht nur viel Ärger und Frustration ersparen, sondern auch eine große Summe Geld. Geld, dass die Partner später übrig haben, um die Kosten der Hochzeit zahlen. Das muss der Partnersuche keinen Abbruch tun. Ganz im Gegenteil – es kann sie angenehmer gestalten und bewahrt vor weiteren Problemen, wie beispielsweise Betrügern und Fake-Profilen. Wird zuvor alles auf Herz und Nieren geprüft, steht dem Flirten nichts mehr im Wege.

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