Wer mit dem Camping anfängt, steht vor einer Kaufentscheidung nach der anderen. Zelt oder Wohnmobil? Gaskocher oder Feuerstelle? Kühlbox oder Kompressorkühlschrank? Und wie steht es mit der Wäsche? Jede Kategorie bietet günstige, mittlere und hochwertige Optionen, die sich nicht nur im Preis, sondern auch in Komfort, Langlebigkeit und Gewicht unterscheiden.
Dieser Ratgeber gibt Campingeinsteigern und Aufsteigern einen strukturierten Kostenüberblick über die wichtigsten Ausrüstungskategorien und zeigt, wo es sinnvoll ist zu investieren und wo Einsparungen möglich sind.
Unterkunft: Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil?
Die größte Kostenfrage beim Camping betrifft die Unterkunftsart. Ein solides Familienzelt kostet zwischen 150 und 500 Euro. Wer in der Saison campen und in verlässlicher Qualität schlafen möchte, sollte mindestens 250 bis 300 Euro investieren. Günstigere Zelte halten oft nicht mehr als eine oder zwei Saisons bei regelmäßigem Einsatz.
Ein gebrauchter Wohnwagen beginnt bei etwa 3.000 bis 5.000 Euro für ältere Modelle in gutem Zustand, neue Einsteigerwohnwagen kosten ab rund 12.000 Euro. Ein Wohnmobil beginnt im Gebrauchtmarkt bei etwa 15.000 bis 20.000 Euro und reicht bei Neufahrzeugen mit Ausstattung in astronomische Höhen.
| Ausrüstungskategorie | Günstig | Mittel | Premium | Tipp |
| Zelt (Familie) | 80 bis 150 Euro | 200 bis 400 Euro | 500 bis 1.500 Euro | Mittelklasse oft beste Wahl |
| Schlafsack | 30 bis 60 Euro | 80 bis 150 Euro | 200 bis 400 Euro | Temperaturangabe prüfen |
| Campingkocher | 20 bis 40 Euro | 60 bis 120 Euro | 150 bis 300 Euro | Gasstandardkartuschen prüfen |
| Campingwaschmaschine | 40 bis 80 Euro | 100 bis 200 Euro | 300 bis 500 Euro | Ab mittlerer Klasse sinnvoll |
| Kühlbox (passiv) | 20 bis 50 Euro | 60 bis 120 Euro | 150 bis 300 Euro | Kompressor besser, aber teurer |
Wer speziell beim Thema Wäscheversorgung auf Reisen sparen oder investieren möchte, findet in einem strukturierten Vergleich von Camping-Waschmaschinen im Preis- und Leistungsvergleich aktuelle Modelle und eine Orientierung, ab welchem Preispunkt sich ein Kauf lohnt.
Schlafen und Liegen: Investition in die Erholung
Wer im Zelt schläft, entscheidet mit der Schlafauflage maßgeblich darüber, wie erholt er morgens aufwacht. Eine simple Isomatte reicht für junge und gelenkige Camper, für andere ist eine selbstaufblasende Matte oder eine Campingluftmatratze sinnvoller. Preise: einfache Isomatte 10 bis 20 Euro, Selbstaufblasmatten 50 bis 150 Euro, Campingluftbetten 80 bis 250 Euro.
Für Wohnmobilisten ist das Bett bereits eingebaut, aber ein gutes Wohnmobil-Bettpaket mit hochwertiger Matratze und Bettzeug kann 200 bis 500 Euro extra kosten. Die Schlafqualität bestimmt maßgeblich, wie lange man das Camping genießt.
Spartipp
Kaufen Sie Camping-Ausrüstung zu Saisonende (August bis September) oder im Frühjahrssale. Händler räumen dann die Sommersaison aus und bieten Restposten zu deutlich reduzierten Preisen. Gute Qualität zum halben Preis ist hier keine Seltenheit.
Kochen im Freien: Gaskocher, Feuerstelle oder beides?
Der Gaskocher ist das Arbeitspferd der Campingküche. Einbrenner-Kocher mit Stechkartusche sind günstig (ab 15 Euro) und ausreichend für einfache Gerichte. Zweibrenner mit Standfuß und Schraubkartusche bieten mehr Kochfläche und stabileren Stand für 60 bis 150 Euro. Auf Campingplätzen mit festen Stromanschlüssen ist auch ein kleines Ceranfeld möglich.
Feuer machen ist auf vielen Campingplätzen erlaubt, aber nicht überall. Ein zusammenklappbarer Feuerkessel oder -schale für 30 bis 80 Euro ermöglicht offenes Feuer auch ohne feste Feuerstelle. Beachten Sie: In Waldbrandgefährdungsgebieten und bei Trockenheit sind offene Feuer oft verboten.
- Gas für Camping: Butan (für warme Temperaturen) oder Propan (kältebeständiger) kaufen
- Camping-Spülset: Faltbare Schüssel, Scheuermittel-Tabletten und ein kleines Geschirrtuch
- Campinggeschirr: Melamin oder Edelstahl ist stabiler als Plastik, leichter als Keramik
- Gewürzset: Klein und leicht, macht großen Unterschied beim Kochen
