Beinahe an jedes Eigenheim schließt sich zum Garten hin eine Terrasse an. Sie ist ein Ort, an dem Sie in den warmen Monaten des Jahres ausspannen, an dem Feste gefeiert werden und Ihnen der Duft von Gegrilltem in die Nase steigt. Abhängig von Ihren Vorstellungen und persönlichen Wünschen können beim Bau der Terrasse hohe Kosten entstehen. Obwohl hochwertige Materialien ihren Preis haben, sollten Sie nicht an der falschen Stelle sparen. Sind Sie handwerklich nicht so firm, scheuen Sie sich nicht, Fachleute mit der Ausführung zu beauftragen. Doch was kostet eine Terrasse? Von Fachfirmen erhalten Sie eine realistische Kostenaufstellung.
Welche Faktoren beeinflussen die Kosten einer Terrasse?
Bauen Sie eine Terrasse, hängen die Kosten von mehreren Faktoren ab. Je größer die Terrasse werden soll, desto höher fallen die Kosten aus. Zu jeder Terrasse gehört nicht nur das, was Sie sehen. Sondern auch eine Unterkonstruktion, die zusätzliche Kosten verursacht.
Sind Sie kein perfekter Heimwerker? Dann sollten Sie Fachleute mit dem Bau Ihrer Terrasse beauftragen. Vergessen Sie nicht, Lohnkosten für Handwerker einzukalkulieren. Zudem ist der Bodenbelag ein wesentlicher Kostenfaktor. Die Kosten hängen vom Material ab.
Terrassenkosten nach Material
Die Überdachung und der Bodenbelag bestimmen die Optik einer Terrasse. Für den Boden kommen mehrere Materialien in Betracht.
Ein trendiger Belag für Terrassen sind Fliesen aus Keramik, Beton, Naturstein oder Kunststoff. Die pflegeleichten sowie frost- und witterungsbeständigen Keramikfliesen erhalten Sie mit Oberflächen, die Naturstein, Holz oder Beton optisch täuschend ähnlich nachahmen. Veranschlagen Sie 35 bis 150 Euro pro Quadratmeter, wenn Sie die Vorteile von Fliesen als Bodenbelag für Ihre Terrasse nutzen möchten. Der Preis hängt von der Marke, dem Fliesenmaterial und der Größe ab.
Entscheiden Sie sich für Natursteine aus Sandstein oder Granit, veranschlagen Sie fünfzig bis hundert Euro pro Quadratmeter. Natursteine sind farblich vielfältig, sodass Sie diese auf die Hausfassade abstimmen können. Granit ist etwa rötlich und Sandstein beige. Wünschen Sie sich einen purpurfarbenen Terrassenbelag, wählen Sie Porphyr. Zum Verlegen benötigen Sie ein Mörtel- oder Splittbett. Überwiegend überzeugen Natursteine mit einer langen Haltbarkeit, die sich jedoch auf den Preis niederschlägt.
Ein mit 15 bis 90 Euro pro Quadratmeter günstiger Bodenbelag für Terrassen ist Beton. Dieses Material ist jedoch ein Klimakiller, denn in ihm steckt Zement, der durch seine Herstellung für acht Prozent der Kohlenstoffdioxid-Emissionen verantwortlich ist.
WPC steht für „Wood-Plastic-Composite“ und ist ein Verbundwerkstoff, der sich zu sechzig Prozent aus Holz und zu vierzig Prozent aus Kunststoff und anderen künstlichen Zusätzen zusammensetzt. WPC-Dielen für die Terrasse sind robust und neigen weder zum Splittern noch zum Faulen. Sie eignen sich daher fürs Barfußlaufen. WPC-Dielen erhalten Sie in vielen Farben. Der Preis pro Quadratmeter liegt bei 40 bis 120 Euro.
Holz als Bodenbelag für Terrassen wirkt warm. Zudem ist es strapazierfähig und umweltfreundlich, besonders wenn es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Wer sein Augenmerk auf nachhaltige Produkte legt, meidet Harthölzer wie Bangkirai oder Teak, obgleich diese Holzdielen langlebig sind. Terrassendielen aus Lärche, Eiche und Douglasie können Sie bedenkenlos verwenden. Lärche ist zwar preisgünstig, aber anfälliger für Pilzbefall und Schädlinge als die teure Eiche. Holzdielen erhalten Sie zu Preisen von dreißig bis 190 Euro.
Kosten für Untergrund und Fundament
Zu den Unterbaukosten zählen die geldlichen Aufwendungen für den Aushub einschließlich der Entsorgung des Aushubmaterials, die Vorbereitung des Bodens, die Drainage sowie die geldlichen Aufwendungen für das Fundament.
Das Fundament verhindert, dass der Boden einsinkt und sich Feuchtigkeit ansammelt. Letztere ist eine Gefahr für Holzdielen und das gesamte Konstrukt, da sich durch Feuchte Schimmel und Pilze bilden. Ein Fundament kostet zwischen vierzig und siebzig Euro pro Quadratmeter.
Zur Unterkonstruktion zählen zudem Tragebalken aus Holz oder Alu-Vierkantrohre, Steine oder Beton sowie Vlies gegen Unkraut und Frostschäden.
Arbeitskosten für den Terrassenbau
Beim Terrassenbau fallen Handwerkerkosten an. Für die Bauplanung und Vermessung berechnen die Fachfirmen zwanzig bis 40 Euro. Für den Erdaushub und die Vorbereitung des Untergrunds können Sie 35 bis 55 Euro veranschlagen. Fürs Fundament fallen vierzig bis siebzig Euro an Arbeitskosten an. Für die Verlegung des Bodenbelags berechnen Handwerker im Durchschnitt sechzig bis neunzig Euro. Insgesamt sollten Sie pro Quadratmeter mit Arbeitskosten zwischen 60 und 120 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das Material ist in den Preisen nicht enthalten.
Zusätzliche Kosten bei einer Terrasse
Entscheidend für die Kostenkalkulation einer Terrasse sind die Zusatzkosten. Sie beginnen mit den Planungskosten für eine Terrasse in Höhe von 25 bis 40 Euro. Für die Kalkulation ist ebenso bedeutend, wie gut die Baustelle zugänglich ist. Möglicherweise müssen Wege für Baufahrzeuge befahrbar gemacht werden.
Zudem können Kosten für Spezialwerkzeuge oder Maschinen anfallen. Nicht vergessen: Die Anlieferungskosten für Baumaterialien mit in die Kalkulation für eine Terrasse einfließen lassen. Zusätzlich erhöhen Randbefestigungen oder spezielle Einfassungen, die die Terrasse stabilisieren sollen, die Gesamtkosten für den Bau einer Terrasse ebenso wie Schotter, Splitt oder Vlies für den Unterbau.
Weitere Kosten fallen für eine Terrassenüberdachung an, die Gartenmöbel und Grill vor Regen schützt. Für Sie hat sie den Vorteil, dass Sie auch bei Regen die Terrasse nicht verlassen müssen.
Zu günstigen Preisen erhalten Sie Terrassenüberdachungen aus Alu. Hinsichtlich der Qualität werden Sie mit dieser modernen Lösung zufrieden sein, denn die Überdachungen sind trotz der günstigen Preise hochwertig.
Was kostet eine Terrasse pro Quadratmeter?
Wie teuer eine Terrasse wird, hängt davon ab, welches Material Sie wählen, wie groß die Terrasse werden soll und welche Arbeiten zur Vorbereitung erforderlich sind. Beispielsweise zahlen Sie für eine gepflasterte Terrasse durchschnittlich 172 bis 286 Euro pro Quadratmeter. Für eine Holzterrasse sollten Sie 171 bis 301 Euro einplanen.
Wie lassen sich Terrassenkosten senken?
Am meisten Geld sparen Sie beim Terrassenbau durch Einbringen Ihrer Arbeitskraft (Eigenleistungen). Auch als nicht ausgebildeter Handwerker können Sie Arbeiten übernehmen, die die Kosten für die Arbeitsleistungen der Handwerker senken können. Beispielsarbeiten für Laien sind das Abbauen und Abtragen der bestehenden Konstruktion sowie Erdarbeiten und das Verlegen von Terrassendielen. Arbeiten Sie bestenfalls mit dem Fachbetrieb zusammen, sodass Sie sicher sein können, dass die Montage fachgerecht ausgeführt wird.
Beachten Sie zudem, dass Handwerker nicht nur Kosten verursachen, sondern diese Ihre Steuerlast senken können. Sammeln Sie die Handwerkerrechnungen und reichen Sie die Belege mit Ihrer Steuererklärung ein. Nach § 35a des Einkommensteuergesetzes (EStG) können Sie jährlich bis zu 1.200 Euro an Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen.
Um die Kosten beim Terrassenbau zu senken, können Sie auch beim Material ansetzen. Verzichten Sie auf teure Exotenhölzer und auf Naturstein als Bodenbelag. Pflastersteine und heimische Hölzer sind günstigere Alternativen. Durch einen Preisvergleich und Verhandlungen mit den Handwerkern sind zusätzliche Ersparnisse möglich.
