Es gibt zwei wesentliche Faktoren, die das Gartenhaus so aktuell wie nie erscheinen lassen. Erstens waren die Immobilienpreise noch nie höher als heute. Zweitens zeigt der Klimawandel seine Wirkung, sodass die Outdoor-Saison in vielen Regionen von März bis Ende Oktober dauert.
In Anbetracht der vielen Verwendungszwecke, die damit einhergehen, interessieren sich immer mehr Menschen für ein Gartenhaus.
Was kostet ein Gartenhaus als Fahrradgarage oder Abstellraum?
Soll das Gartenhaus als Unterstand für die Fahrräder oder die Gartenmöbel genutzt werden, kann man ein Gartenhaus kaufen in sehr einfacher Bauweise. Denn eine Wärmeisolierung ist hier nicht erforderlich. Die Kosten reichen von etwa 1.000 bis 2.000 Euro. Für Regale oder Stromanschlüsse fallen ggf. Zusatzkosten an, denn diese Ausstattung ist bei den Gartenhäusern aus dem Handel nicht dabei.
Was kostet ein Gartenhaus als Spiel- und Partyhaus?
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Garten umzugestalten. Dazu gehören beispielsweise ein Pool, eine neue Terrasse, Pflanzen oder ein Gartenhaus. Wenn ein Gartenhaus für Freizeitaktivitäten genutzt werden soll, ist i.d.R. eine Zusatzausstattung vonnöten.
Gartenhäuser mit Vordach und Terrasse gibt es ab ca. 2.000 Euro. Hier sind in aller Regel auch mehrere Fenster eingebaut, um eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen. Soll das Gartenhaus besonders wärme- oder schallisoliert werden, sind die Kosten etwas höher.
Ein weiterer Kostenfaktor ist der Innenausbau. Eine Heizung ist bei diesen Gartenhäusern nicht vorgesehen. Legt man einen Stromanschluss in das Haus, kann man bei einer nur zeitweisen Nutzung aber mit einer elektrischen Infrarotheizung eine leistungsstarke Wärmequelle integrieren.
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Was kostet ein Gartenhaus als Homeoffice?
Das im Homeoffice mehr Kosten auf einen zukommen ist nichts Neues. Doch zum einen gibt es Möglichkeiten, sich Unterstützung bei diesen anfallenden Kosten zu holen, zum anderen sollte man sich auch auf Dauer das Homeoffice so einrichten, dass die Arbeit zu Hause so angenehm wie möglich ist.
Will man ein Gartenhaus als Büro verwenden, so kann man sich dafür auch bei den Spiel- und Partyhäusern umschauen. Zu beachten ist jedoch, dass ein Garden-Office das ganze Jahr hindurch nutzbar sein sollte. Daher können für die Wärmeisolierung neben den Kosten für das Gartenhaus von mindestens 2.000 Euro weitere Beträge hinzukommen.
Da im klassischen Gartenhaus keine Heizung vorgesehen ist, führt an der elektrischen Infrarotheizung kaum ein Weg vorbei. Bei Mobiliar und Technik hat man es selbst in der Hand, sich individuell einzurichten. Je nach Standort und Zugänglichkeit des Gartenhauses bietet es sich an, das Gartenhaus selbst oder den Garten vor unbefugtem Zutritt zu sichern.
Bezieht man sämtliche Kosten für das Homeoffice mit ein, muss man mit mindestens 4.000 Euro rechnen. Selbstständige können ihr neues Büro allerdings steuerlich geltend machen.
Was kostet ein Tiny-House?
Wenn das Haus im Garten zum vollwertigen Wohnraum werden soll, ist das Tiny-House die Alternative zum klassischen Gartenhaus. Hier bestehen nicht nur eine komplette Schall- und Wärmeisolierung, sondern auch eine Heizung und die komplette häusliche Infrastruktur sind im Gebäude integriert.
Die Kosten für das Tiny-House sind allerdings ungleich höher als für ein Gartenhaus. Im Jahr 2020 musste man bei deutschen Tiny-House-Herstellern mit rund 2.500 Euro Kosten pro Quadratmeter Fläche kalkulieren, seither sind die Preise weiter angestiegen. Wer Geld sparen möchte, kann mit Geschick, Knowhow und ausreichend Zeit auch einen Eigenbau wagen. Im Internet findet man dazu zahlreiche Ideen und Tutorials. Auch bei einem solchen Tiny-House muss man allerdings zusätzliche Kosten für die Einrichtung hinzurechnen.
Achtung: Nicht jedes Gartenhaus darf genehmigungsfrei gebaut werden
Bei fast allen der hier beschriebenen Gartenhäusern ist es erforderlich, eine Baugenehmigung einzuholen. Die genauen Auflagen unterscheiden sich je nach Bundesland. Es bietet sich an, die Baugenehmigung frühzeitig zu beantragen, um zum gewünschten Zeitpunkt mit dem Bau beginnen zu können.
Wer im also Spätherbst eine Baugenehmigung für das Gartenhaus beantragt, hält diese im Frühjahr meistens in den Händen. Natürlich fallen für die Baugenehmigung weitere Kosten an. Es ist allerdings nicht empfehlenswert, die behördlichen Auflagen zu ignorieren. Wer ein Gartenhaus ohne Baugenehmigung errichtet, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Hier können durchaus 50.000 Euro fällig werden.
Immerhin ist die Baugenehmigung aber nur ein einmalig zu zahlender Faktor. An dem Gartenhaus hat man anschließend viele Jahre Freude und Nutzen.
Foto: lisamariegray via Envato
