Gartengestaltung – Kosten & Ausführung im Überblick

Die Gestaltung des heimischen Gartens ist für viele Menschen ein geliebtes Hobby. Doch was ist, wenn Sie Ihren Garten nach dem Bau des Hauses erstmals gestalten müssen?

Tatsächlich ist dieser Faktor ein Kostenpunkt, den viele Bauherren auf den ersten Blick gern übersehen bzw. den sie viel zu gering ansetzen in ihren Berechnungen. Auch die Frage nach den Eigenleistungen in diesem Bereich werden oft eher unrealistisch beantwortet. Denn auch wenn sich im Gartenbereich eine Menge Dinge selbst erledigen lassen – es ist doch eine Menge Arbeit, und oftmals fehlt letztlich einfach die Zeit. Und wer sehnt nicht die Zeit herbei, wenn der Garten dann endlich fertig ist, man eine schöne Gartenliege aufstellen und sich einfach entspannen kann?

Allerdings darf man bei der Frage nach Kosten & Ausführung der Gartengestaltung einen wichtigen Faktor nicht vergessen: Die meisten Hausbesitzer gestalten ihren Garten jedes Jahr aufs Neue ein wenig um. Außerdem kommen oft originelle Ideen und Träume dazu, die dann in den Folgejahren wiederum umgesetzt werden sollen. Wenn also nach dem Bau eines Hauses ein Garten einmal gestaltet wurde, bedeutet das noch lange nicht, dass er in den nächsten Jahren genau so bleiben muss.

Wie groß die Liebe der Deutschen zu ihren Gärten ist und wie viel sie sich eine gute Gartengestaltung kosten lassen, zeigt beispielsweise der Umstand, dass die Gartenbaubranche bereits im Jahr 2013 einen Umsatz von fast 9 Milliarden Euro eingefahren hat – mit steigender Tendenz und der Prognose einer Steigerung von mehr als 10 Prozent im Verlauf der nächsten fünf Jahre. Wenn Sie einfach einmal auf der Suche nach ein paar Ideen für Ihren Garten sind oder sich über ein paar Preise informieren möchten, sind Sie hier genau richtig.

Wie setzen sich die Kosten für die Gartengestaltung zusammen

Wer aus dem Haus auf die eigene Terrasse geht und sich hier umsieht, der bekommt oft schnell neue Ideen für den eigenen Garten. Allerdings beginnt bei vielen die Gestaltung bereits auf der Terrasse. Denn eine Terrasse ohne eine entsprechende Überdachung bietet bei Sonne wenig bis gar keinen Schatten, und auch bei Regen und kälterem Wetter wird es hier schnell ungemütlich.

Neben der Terrassenüberdachung sollte auch die Einrichtung der Terrasse gut durchdacht sein. Es müssen ausreichend Sitzgelegenheiten vorhanden sein, wenn Sie Gäste haben oder es sich mit Ihrer Familie auf der Terrasse gemütlich machen möchten. Andererseits sollten Sie immer ausreichend Platz haben, um sich auf der Terrasse gut bewegen zu können. Gerade Sonnenliegen und ähnliche Gartenmöbel müssen oft abends auf der Terrasse untergestellt werden – auch dafür sollte noch ausreichend Platz vorhanden sein.

Neben der Terrasse müssen die weiteren Kostenpunkte bei der Gartengestaltung berücksichtigt werden:

  • Kosten für Baumaterial, wenn Sie in Ihrem Garten bauliche Veränderungen vornehmen möchten
  • Kosten für Pflanzen – vom Rasen über Hecken und Sträucher bis hin zu Bäumen und anderen Pflanzen
  • Kosten für weitere Wünsche – hier sind der Fantasy kaum Grenzen gesetzt.

Achtung

Wenn Sie den Bau einer Terrassenüberdachung oder andere bauliche Veränderung in Ihrem Garten planen, sollten Sie vorher auf jeden Fall Rücksprache mit dem für Sie zuständigen Bauamt halten. Denn in vielen Fällen bedarf eine solche Veränderung einer Genehmigung. Selbst das Verlegen von Platten kann meldepflichtig sein, da die jährlichen öffentlichen Abgaben sich in den meisten Städten auch nach der versiegelten Fläche auf Ihrem Grundstück bemessen.

Kosten für Baumaterial

Es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten für den Garten, bei denen Baumaterial eine wichtige Rolle spielen kann. Da wäre beispielsweise das Anlegen eines neuen Gartenwegs. Hierfür brauchen Sie vor allem Wegplatten. Ob Sie sich für einen gepflasterten Weg entscheiden, für rustikales Kopfsteinpflaster oder eher für das Verlegen von Natursteinfliesen hat natürlich einen Einfluss auf die Kosten. So kommt beispielsweise der ganz klassische graue oder rote Pflasterstein mit einem Quadratmeterpreis von unter 10 Euro ebenso günstig daher wie die Doppel-T-Verbundsteinpflaster.

Wenn Sie allerdings eher ein Antikpflaster bevorzugen, sind Sie schnell bei Quadratmeterpreisen um die 25 Euro. Hochwertige Natursteine mit zusätzlichen Extras wie Muschelkalk können auch Preise von bis zu 35 Euro/Quadratmeter erreichen. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie groß die zu pflasternde Bereiche in Ihrem Garten sind und hoch die Kosten für Ihren Weg oder für den Boden Ihrer Sitzecke ausfallen dürfen.

Ebenfalls sehr interessant für viele Gartenbesitzer sind Gartenmauern. Mit diesen Mauern haben Sie die Möglichkeit, einzelne Bereiche Ihres Gartens abzutrennen und so ein wenig Privatsphäre beispielsweise für eine Sitzecke oder eine separate Grillecke zu erschaffen. Auch als Hochbeete oder Beeteinfassungen lassen sich solche Mauern gut verwenden. Steine hierfür erhalten Sie bereits für das Stück rund 2 Euro – allerdings können Sie auch hier auf deutlich höherpreisige Steine zurückgreifen.

Kosten für Pflanzen

Wenn Sie einen Garten anlegen, kosten die Pflanzen auf den ersten Blick nicht unbedingt das meiste – allerdings sind sie der natürliche Schmuck, den Sie wahrscheinlich am häufigsten wechseln werden. Daher sind gerade in diesem Bereich regelmäßige Kosten zu erwarten. Außerdem ist gerade für Pflanzen die Pflege besonders wichtig. Neben dem richtigen Dünger brauchen Sie dafür vor allem im Sommer eine Menge Wasser – ein weiterer Kostenfaktor, den Sie nicht unterschätzen sollten.

Unter die Kategorie Pflanzen fallen bei den Kosten für die Gartengestaltung verschiedene Punkte. Da wäre einmal der Rasen. Soll es ein pflegeleichter Rollrasen sein? Um die 3.000 Euro können Sie hier für einen guten Rollrasen für eine Fläche von 500 Quadratmetern Garten einkalkulieren – natürlich nur, wenn Sie diesen selbst verlegen. Sollten Sie ihn vom Fachmann ausrollen lassen, kommt Arbeitslohn von 20 – 30 Euro die Stunde für den Gartenbauer dazu.

Wer beispielsweise Bienen etwas Gutes tun möchte, pflanzt in seinem Garten den einen oder anderen Fruchtbaum und auch ein paar andere blühende Sträucher und Blumen. Entscheiden Sie sich dabei beispielsweise für Säulenobst, kommen Sie auf Kosten von durchschnittlich rund 20 – 25 Euro pro Obstbaum. Andere Pflanzen erhalten Sie schon ab 1,00 Euro für kleinere Blumen über 5 – 10 Euro für gute Rosensträucher bis hin zu größeren Sträuchern für rund 10 – 15 Euro.

Kosten für die Pflege und Bewässerung

Einer der wichtigsten Punkte in der Pflanzenpflege ist die Bewässerung. Hier können Sie erhebliche Kosten sparen, wenn Sie beispielsweise ein automatisches Bewässerungssystem einsetzen. So wird jeder Bereich zielgenau mit der gewünschten Menge an Wasser versorgt und es kommt nicht zu Wasserverschwendung. Für die Anschaffung eines entsprechend guten Systems sollten Sie allerdings zwischen 500 und 900 Euro einkalkulieren. Die Stiftung Warentest hat schon im Jahr 2018 verschiedene Systeme genauer unter die Lupe genommen.

Kosten für weitere Wünsche (Gartenhaus, Teich, Gewächshaus, Brunnen bohren etc.)

Bleibt die Frage nach weiteren Wünschen und Ideen für Ihren Garten. Wir haben hier einmal ein paar Preise für Sie zusammengetragen:

  • Gartenhaus: 450 Euro (reines Gerätehaus) – 4.500 Euro + x für ein richtiges Gartenhaus
  • Teich: Einen kleinen Teich mit Becken, ein paar Fischen, Pumpe und ein oder zwei Pflanzen gestalten Sie bereits für 150 Euro. Nach oben gibt es kaum Grenzen
  • Gewächshaus: 200 – 500 Euro je nach Größe, Stabilität und Material
  • Brunnen bohren: Ein Bohrbrunnen bei einer Grundwassertiefe von 9 Metern kostet Sie bei Zukauf eines Hauswasserwerks rund 750 Euro
  • Solarmodule für den Garten: Eine Solaranlage für den Garten gibt es bereits im Komplettset ab rund 250 Euro
  • Parkbank für den eigenen Garten: Rund 150 Euro
  • Gartenpool: Von 150 Euro für einen einfachen Rundpool bis zu 25.000 Euro für einen in den Boden eingelassenen gemauerten Pool mit den Maßen 3,2 x 8 Meter

Fazit

Was Ihre Gartengestaltung kosten wird, ist letztlich natürlich abhängig von Ihren Wünschen und Ideen für Ihren Garten. Klar ist natürlich, dass Sie beim Garten Anlegen auch Kosten für die Zukunft einkalkulieren sollten. Von Stromkosten (Pool, Teichpumpe etc.) über die Kosten für die Pflege (Pflanzen, Bewässerung etc.) bis hin zum notwendigen Ersatz elektrischer Geräte (Poolpumpe, Teichpumpe, Hauswasserwerk etc.).

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