Startup – Was kostet effizientes Marketing?

Startups sollten ihre Marketingbudgets sorgfältig planen. Foto © Yakobchuk Olena stock adobe
Startups sollten ihre Marketingbudgets sorgfältig planen. Foto © Yakobchuk Olena stock adobe

Jedes Startup steht bei seinem Markteintritt vor einer Fülle von Herausforderungen, wenn es in den Markt eintritt. Eine der größten Herausforderungen ist das Marketing.

Startups müssen eine Marke aufbauen, eine möglichst große Zielgruppe erreichen und ihre Produkte oder Dienstleistungen entsprechend gut an diese verkaufen. Dafür steht aber oft nur ein begrenztes Budget zur Verfügung. In diesem Ratgeber gehen wir der Frage nach, wie viel Marketing für Startups kosten darf und welche Marketingkanäle sinnvoll sind.

Wie viel darf Marketing kosten?

Das empfohlene Budget für Marketingmaßnahmen richtet sich unter anderem nach der Größe des Unternehmens, der Branche, in der es tätig ist, und den Marketingzielen. Ein guter Richtwert für das Budget sind etwa 5 bis 10 Prozent des aktuellen Umsatzes.

Falls das Startup gerade erst in den Markt eingetreten ist, kann das zur Verfügung stehende Budget niedriger sein. In diesem Fall ist es wichtig, unkonventionelle Wege zu gehen, um die Zielgruppe trotzdem zu erreichen und die Marke aufzubauen.

Typische Marketingkosten für Startups

Natürlich unterscheiden sich die empfehlenswerten Marketingaktivitäten von Unternehmen zu Unternehmen. Dennoch gibt es einige Marketingkanäle, die für fast jedes Startup infrage kommen:

Flyer

Flyer sind eine kostengünstige Möglichkeit, die anvisierte Zielgruppe zu erreichen. Startups können Flyer an strategisch günstigen Orten verteilen – zum Beispiel in Cafés, Geschäften oder an öffentlichen Plätzen. Die Kosten ergeben sich aus der benötigten Anzahl an Flyern, der Papierqualität und der Farbauswahl.

Veredelungen, Konfektionierungen und außergewöhnliche Formate erhöhen den Preis zusätzlich. In der Regel kosten Flyer zwischen 20 und 30 Euro pro 1.000 Stück. Hinzu kommen die Kosten für die Gestaltung.

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Webseite

Eine Website ist für jedes Startup unverzichtbar. Sie ist die digitale Visitenkarte und bietet die Möglichkeit, Besucher über das Unternehmen zu informieren und Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Die

Kosten für eine Website hängen von ihrer Größe und den gewünschten Funktionen ab. Eine einfache Website kostet zwischen 500 und 5.000 Euro. Eine umfangreiche E-Commerce-Website inkl. Shop kann mit einem fünfstelligen Betrag zu Buche schlagen.

Social Media

Social Media Marketing ist ein wichtiger Bestandteil des Marketings für Startups. Es ermöglicht, die Zielgruppe direkt zu erreichen und mit ihr zu interagieren. Die Kosten für Social Media Marketing hängen davon ab, wie viel Zeit und Ressourcen das Startup bereit ist zu investieren.

Betreibt das Unternehmen seine Social-Media-Accounts selbst, sind die Kosten vom Gehalt der verantwortlichen Mitarbeiter abhängig. Eine Social Media Agentur ruft je nach gewünschtem Umfang der Betreuung zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro pro Monat auf.

Anzeigen schalten

Das Schalten von Anzeigen in Suchmaschinen oder sozialen Medien ist eine effektive Möglichkeit, das Zielpublikum zu erreichen und den Traffic auf der Website oder im Online-Shop zu erhöhen. Die Kosten für Anzeigen hängen davon ab, wie viel das Startup bereit ist, pro Klick oder Impression zu zahlen.

Schaltet das Unternehmen die Anzeigen selbst, können die Kosten gering sein. Wird ein Profi damit beauftragt, sind sie deutlich höher. Dennoch kann es sich lohnen, wenn der ROI (Return on Investment) stimmt.

Budgetplanung

Wie bereits erwähnt, hängt die Höhe des Marketingbudgets von vielen Faktoren ab. Ein guter Anhaltspunkt sind etwa 5 bis 10 Prozent des Umsatzes, wobei Startups auch die Marketingkosten im Vergleich zum Wettbewerb berücksichtigen sollten. Wenn andere Unternehmen in der Branche deutlich mehr in Marketing investieren, kann es schwierig werden, ohne ein höheres Budget erfolgreich zu sein.

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Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Festlegung des Marketingbudgets ist das Marketingziel. Wenn das Ziel des Startups darin besteht, eine starke Marke aufzubauen und eine treue Fangemeinde zu gewinnen, kann es sinnvoller sein, in langfristige Marketingstrategien wie Content Marketing oder Influencer Marketing zu investieren. Wenn es jedoch darum geht, schnell Umsatz zu generieren, sind Anzeigen auf Google oder in sozialen Medien oft effektiver.

Marketing für Startups

Eine der effektivsten Marketingstrategien für Startups ist Content Marketing. Durch die Erstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten können Startups ihre Zielgruppe ansprechen, ihr Fachwissen demonstrieren und Vertrauen aufbauen.

Auch Influencer-Marketing kann für Startups eine gute Strategie sein. Durch die Zusammenarbeit mit Influencern, die in der Zielgruppe des Startups beliebt sind, können Startups relativ schnell ihre Reichweite erhöhen und das gewünschte Publikum ansprechen. Es ist jedoch wichtig, die Influencer sorgfältig auszuwählen und darauf zu achten, dass ihre Werte und die entsprechende Zielgruppe mit denen des Startups übereinstimmen.

E-Mail-Marketing und postalische Mailings sind vergleichsweise kostengünstige Möglichkeiten, die Zielgruppe regelmäßig zu erreichen und über Neuigkeiten, Angebote und Updates zu informieren. Startups sollten unbedingt einen qualitativ hochwertigen E-Mail-Verteiler aufbauen und regelmäßig nützliche und relevante Inhalte an ihre Abonnenten versenden.

Fazit

Wer nicht wirbt, stirbt! Marketing ist ein äußerst wichtiger Bestandteil für den Erfolg eines Startups. Es ermöglicht, die gewünschte Zielgruppe zu erreichen, die Marke aufzubauen und Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Dazu sollte ein realistisches Marketingbudget festgelegt werden, das den Bedürfnissen und Zielen entspricht. Es ist auch wichtig, verschiedene Marketingkanäle auszuprobieren, um herauszufinden, welche am effektivsten sind.

Foto: © Yakobchuk Olena /stock adobe

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).