Was kostet eine neue Fassade & Alternativen

Neben der klassischen Renovierung einer Immobilie gehört gerade die Fassade zu den Bereichen des Hauses, die in den letzten Jahren von vielen Hauseigentümern in Deutschland ganz besonders in Augenschein genommen wurden. Kein Wunder, bietet doch gerade Fassaden bei einer sinnvollen Sanierung eine ganze Menge Einsparpotenzial in Sachen Energiekosten im Winter und Wärme-/Kältedämmung im Sommer.

Daher stellt sich natürlich die Frage, welche Möglichkeiten sich Ihnen für eine neue Fassade bieten, und natürlich, wie viel eine solche neue Fassade kostet. Wir von was-kostet.net haben aus diesem Grund einmal genauer hingeschaut und hier für Sie wichtige Fakten rund um das Thema Fassade erneuern – Kosten und Möglichkeiten zusammengefasst.

Welche Möglichkeiten der Fassadenerneuerung gibt es?

Wenn Sie sich entschieden haben, die Fassade Ihres Hauses zu erneuern, stellt sich natürlich als erstes die Frage, ob Sie hier lediglich eine neue Optik ins Auge gefasst haben oder ob Sie wirklich eine komplett neue Fassade gestalten möchten. Die optische Erneuerung Ihrer Fassade erfolgt am einfachsten über

  • einen Fassadenanstrich
  • das Verputzen der Fassade

Eine Alternative, die tatsächlich auch einen energetischen Effekt mit sich bringen und daher durchaus als Sanierung bezeichnet werden kann, ist das Aufbringen einer Fassadenverkleidung. Der tatsächliche Erfolg in Sachen Wärmedämmung ist natürlich hauptsächlich abhängig davon, ob Sie die Verkleidung direkt auf die Außenwand aufbringen oder ob Sie zuvor noch eine Dämmschicht dazwischenschalten.

Als Verkleidung kommen für die Fassade verschiedene Varianten und Werkstoffe in Frage. Die beliebtesten Fassadenarten sind dabei die:

  • Kunststofffassade
  • Faserzementfassade
  • Metallfassade
  • Natursteinfassade
  • Kalksandsteinfassade
  • Keramikfassade
  • Ziegel oder Klinkerfassade
  • Holzfassade

Der große Vorteil einer Kunststofffassade ist dabei vor allen Dingen der, dass sich mit Kunststoff so ziemlich alle anderen Fassadenarten optisch nahezu perfekt nachbilden lassen. So können Sie eine Kunststofffassade wählen und Ihrem Haus dennoch eine völlig andere Optik verleihen.

Dazu bieten Kunststoffpaneele auch eine wunderbare Möglichkeit, eine Applikation und einen gelungenen Abschluss für eine andere Art der Fassadenverkleidung wie eine Klinkerfassade zu schaffen.

Welche Kosten fallen für eine neue Fassade an

Das hängt letztlich ganz von der gewünschten neuen Fassade ab. Eine Kunststofffassade beispielsweise kann schon ab rund 170 Euro pro Quadratmeter mit kompletter Montage geordert werden. Hier ist eine Dämmung mit einfacher Mineralwolle bereits enthalten. Je nach Größe Ihrer Fassade sind die Kosten hier tatsächlich vergleichsweise überschaubar. So kann eine Fassade aus Kunststoffpaneelen bereits für rund 3.500  bis 7.000 Euro entstehen.

Ähnlich verhält es sich, wenn Sie lediglich optische Aufbesserungen für Ihre Fassade vornehmen lassen möchten. Grundvoraussetzung ist natürlich immer eine vorhergehende Reinigung der Fassade – welche Kosten hier auf Sie zukommen haben wir weiter unten noch für Sie zusammengetragen. Ein einfacher Anstrich, gepaart mit einigen einfachen Ausbesserungsarbeiten am Putz kann bereits mit 1.000 bis 3.000 Euro erledigt werden.

Komplettsanierung einer Fassade

Eine Komplettsanierung Ihrer Fassade bringt natürlich noch einmal ganz andere Kosten mit sich. Allein die komplette Sanierung einer alten Putzfassade mit Aufbringen einer neuen Fassade kann bereits Kosten von rund 20.000 Euro verursachen. Für eine neue Komplettdämmung der Fassade müssen Sie zusätzlich noch einmal – je nach Art der Dämmung – mit Kosten zwischen 6.000 Euro und 25.000 Euro rechnen. So kann eine Komplettsanierung Ihrer Fassade im teuersten Fall mit Kosten von bis zu 45.000 Euro zu Buche schlagen.

Durch die verschiedenen Variationsmöglichkeiten bei der Auswahl der Dämmung und der Materialien für Ihre Fassade haben Sie bei der Preisgestaltung allerdings einen sehr breiten Spielraum und können die tatsächlichen Kosten am Ende mit Ihren eigenen Entscheidungen stark mitbeeinflussen.

Fassade reinigen – Kosten im Überblick

Bevor Sie sich abschließend mit den Kosten für das Erneuern Ihrer Fassade befassen, sollten Sie als erstes die Reinigung der Fassade ins Auge fassen. Denn auch für diese Reinigung fallen Kosten an. Im Vergleich zu einer kompletten Sanierung kommen die Kosten für die Fassadenreinigung allerdings recht moderat daher. Bei einer Fassadenfläche von maximal 100 Quadratmetern fallen hier in der Regel Kosten in Höhe von ungefähr 1.100 bis 2.000 Euro an. Enthalten sind dabei die Kosten für:

  • Die Reinigungsmittel
  • Die tatsächliche Arbeitsleistung der Reinigung
  • Das Imprägnieren der Fassade, damit ein schmutzabweisender Film auf der Fassade entsteht
  • Bei Bedarf für einen zweiten Reinigungsgang

Schon gewusst?

Mancher Hausbesitzer hat sich irgendwann entschieden, seine Fassade einmal selbst zu reinigen und so die Kosten für eine fachmännische Reinigung zu sparen. Das ist allerdings in den meisten Fällen mit einer ganzen Menge Problemen verbunden.

Denn das einfache Abspritzen Ihrer Fassade mit einem Gartenschlauch ist für eine echte Fassadenreinigung schlichtweg ineffektiv. Ein Gartenschlauch kann nicht genug Druck entwickeln, um auch den tiefer sitzenden Dreck von Ihrer Fassade entfernen zu können.

Ein Hochdruckreiniger hingegen bringt oftmals zu viel Druck mit. Das kann zur Folge haben, dass Risse im Putz entstehen oder sogar Teile der ursprünglich noch gut erhaltenen Fassade durch den Wasserdruck abgetragen werden.

Hinzu kommt, dass Sie gerade bei der Nutzung von Reinigungsmitteln das Wasser oftmals auffangen müssen, damit dieses nicht das Erdreich und das Grundwasser verunreinigt. Je nach örtlich geltenden Satzungen können hier sehr hohe Bußgelder fällig werden. Wer also in diesem Bereich an der falschen Stelle spart, kann im schlimmsten Fall am Ende kräftig draufzahlen.

Förderung für die Fassadenerneuerung

Wenn Sie die Kosten für das Erneuern Ihrer Fassade nicht komplett allein schultern möchten, sollten Sie sich nach Möglichkeiten einer staatlichen Förderung umschauen. Aktuell sind hier lediglich Förderungsmöglichkeiten für Objekte mit einer energetischen Sanierung möglich. Wobei selbst diese in vielen Bereichen aktuell von staatlicher Seite auf Eis gelegt wurden.

Möglich sind hierbei sowohl Bundesförderungen – beispielsweise über Kredite bei der KfW-Bank – oder aber Länderprogramme, die gesondert auf die Fassadensanierung oder eine energetische Sanierung abzielen. In manchen Regionen gibt es sogar kommunale Förderprogramme für solche Projekte. Hierzu sollten Sie sich bei der Bauberatung Ihres zuständigen Bauamtes einmal eingehend informieren.

Übrigens

Wenn Sie schon mal mit Ihrem Bauamt sprechen, sollten Sie nicht vergessen, auch Ihr Fassadenprojekt einmal kurz vorzustellen. Denn gerade wenn mit der Erneuerung Ihrer Fassade eine optische Veränderung Ihres Hauses verbunden ist – beispielsweise von einem rein verputzten Haus hin zu einem verklinkerten Haus oder zu einer Kunststofffassade – kann je nach Bausatzung sogar eine Baugenehmigung erforderlich sein. Um hier auf der sicheren Seite zu stehen und am Ende Probleme mit den zuständigen Ämtern zu vermeiden, sollten Sie früh den Kontakt suchen und Ihr Vorhaben zumindest informell anmelden.

Fazit

Wenn Sie die Kosten für das Erneuern Ihrer Fassade berechnen möchten, müssen Sie als erstes wissen, was Sie genau mit Ihrer Fassade anstellen möchten. Je nach Art der neuen Fassade und Umfang der Sanierungsarbeiten können die Kosten im niedrigen vierstelligen Bereich liegen oder eben auf bis zu 45.000 Euro in die Höhe gehen. Bei Mehrfamilienhäusern liegen die Kosten natürlich, bedingt durch die größere Fläche der Fassade, noch einmal deutlich höher.

Foto: stevanovicigor via Envato

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