Stromfresser Licht – der Umstieg auf LED-Beleuchtung lohnt

Durch den Einsatz von LEDs lässt sich Strom und Geld sparen. Foto: © Orxan / stock adobe

Klimakrise und steigende Strompreise sind für viele Menschen gute Gründe zum Energiesparen. Die Beleuchtung wird dabei häufig vernachlässigt, denn eine Lampe mehr oder weniger macht vermeintlich keinen großen Unterschied, oder?

Das ist allerdings ein Trugschluss, denn statistisch gesehen, entfallen immerhin 12 % der Stromkosten eines Haushaltes auf die Beleuchtung. Hier lohnt sich also das Sparen. Besonders wirkungsvolle Möglichkeiten dazu bietet die LED-Beleuchtung.

Hohes Einsparpotenzial

In vielen Haushalten sind LED-Lampen bereits angekommen. Und das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für das Portemonnaie, denn LEDs zeichnen sich durch ihre hohe Energieeffizienz aus. Andere Leuchtmittel wandeln viel Strom in ungenutzte Wärme um. LEDs hingegen erzeugen mit wenig Energie viel Licht und kaum Wärme. Ihr Stromverbrauch ist um bis zu 80 % geringer als der vergleichbarer Leuchtmittel.

Unkomplizierter Wechsel

Wer seine Beleuchtung bisher nicht auf LED umgestellt hat, sollte dies zeitnah tun. In der Regel ist das sogar völlig unkompliziert und erfordert weder Umbauten noch einen Lampentausch. Für die meisten gängigen Lampentypen sind mittlerweile passende LED-Leuchtmittel verfügbar. Die herkömmliche Birne oder Leuchtstoffröhre muss also nur gegen die LED-Variante ausgetauscht werden.

Lediglich bei Niederspannungs-Halogenlampen kann es notwendig sein, zusätzlich den Trafo auszutauschen. Dies kann jeder Elektrofachbetrieb problemlos durchführen.

Flexible Gestaltungsmöglichkeiten

LEDs sind nicht nur hinsichtlich ihres Energieverbrauchs effizient. Trotz ihrer geringen Größe können sie erstaunlich viel Licht emittieren. Auf kleinem Raum lassen sich viele und sogar unterschiedliche LEDs verbauen.

Für das Design von Lampen und Strahlern bedeutet das wesentlich flexiblere Möglichkeiten als bei herkömmlichen Leuchtmitteln. Ob besonders klein, schmal, flach oder außergewöhnlich geformt – LED-Lampen gibt es in den verschiedensten Varianten. Nicht allein aus optischen Gesichtspunkten, sondern auch praktisch hat das viele Vorteile. So kann etwa ein LED Deckenpanel in besonders flacher Ausführung gewählt werden, wenn es an einer niedrigen Decke montiert werden soll.

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Viele LED-Lampen sind in Helligkeit und Lichtfarbe anpassbar und können so für unterschiedliche Bedürfnisse und Zwecke genutzt werden. Eine LED-Nachttischlampe kann zum Beispiel sowohl helles Licht zum Lesen als auch gedämpftes Licht zum Entspannen liefern.
Die Raumbeleuchtung lässt sich mit LEDs somit insgesamt praktischer und wirkungsvoller gestalten.

Lange Lebensdauer

Wer die Ära der normalen Glühbirne gut in Erinnerung hat oder sie sogar noch nutzt, kennt das Problem, dass ständig irgendwo im Haus eine Birne defekt ist. Der Grund ist die kurze Lebensdauer herkömmlicher Glühbirnen.

Nur etwa 1.000 Stunden hält der verbaute Glühdraht durch. Halogenlampen bringen es auf etwa 2.000 Stunden, Leuchtstoffröhren sogar auf rund 18.000 Stunden. Mit der Lebensdauer hochwertiger LEDs können sie allerdings alle nicht mithalten. 50.000 Stunden und mehr sind hier der Standard.

Nicht nur beim Strom, sondern auch beim Birnenkauf gibt es also Sparpotenzial, und der Ärger über ständig ausgefallene Lampen entfällt ebenfalls.

Smart beleuchten mit LEDs

Für die Beleuchtung im Smart-Home sind LEDs ideal. Häufiges An- und Ausschalten schadet ihnen – anders als einigen anderen Leuchtmitteln – nicht, und auch zum Dimmen eignen sie sich prima. Sie können deshalb ideal mit Dämmerungs- oder Bewegungssensoren kombiniert werden. Das Licht brennt dann immer dort, wo es gerade benötigt wird – aber eben auch nur dort. Das spart Strom und senkt so die Energierechnung.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).