Was kostet eine gute Singlebörse

Singlebörsen im Internet, was sie leisten und wieviel sie kosten.
Singlebörsen im Internet, was sie leisten und wieviel sie kosten.

Die Partnersuche ist so eine Sache – mancher Single ist überzeugter Einzelgänger, der immer nur für kurze Zeit seinen Weg mit einem anderen Menschen teilt und ansonsten mit guten Freunden eine wunderbare Zeit verbringt.

Doch die meisten Menschen haben irgendwann doch das Bedürfnis, eine Partnerin oder einen Partner zu finden, mit dem man mehr als nur ein paar körperliche Momente teilt.

Das Schwierige ist dabei für viele die Partnersuche. Denn die wenigsten Menschen entsprechen optisch dem, was uns täglich in den Medien als Schönheitsideal verkauft wird. Eine gewisse Schüchternheit und ein Mangel an Selbstvertrauen sind damit verbunden. Das ist gerade in der westlichen Zivilisation in den letzten Jahren immer verstärkter zu erkennen.

Dadurch fällt vielen Menschen die klassische Partnersuche in der Bar oder im Club am Wochenende durchaus schwer. Dazu kommt, dass oft der Kreis ihrer Bekannten auf Bereiche wie Schulfreunde, Nachbarn und Arbeitskollegen begrenzt ist.

Häufig bieten sich dabei nur wenige Chancen, diesen Bekanntenkreis zu erweitern. Ob es aber immer so einfach – und sinnvoll – ist, aus dem engsten Bekanntenkreis einen Partner zu suchen, bleibt auch fraglich. All diese Punkte haben dazu geführt, dass Singlebörsen in den letzten zwei Jahrzehnten einen echten Siegeszug durch ganz Deutschland erlebt haben. Von kleinen Nischenportalen für eine Handvoll Nerds, wie sie anfangs in der öffentlichen Wahrnehmung betrachtet wurden, haben sie sich längst zu einer gesellschaftsfähigen Variante bei der Partnersuche entwickelt.

Da wundert es kaum, dass allein in Deutschland im Jahr 2020 ein Umsatz für diesen Marktsektor von rund 89,1 Millionen Euro prognostiziert wurde. Dazu passt, dass im Jahr 2020 bei Umfragen ermittelt wurde, dass rund 28 Prozent der Menschen in Deutschland schon einmal auf einer Singlebörse aktiv waren.

Eine Begleiterscheinung dieser Entwicklung ist natürlich auch die große Zahl an Single- und Partnerbörsen am deutschen Markt. Wenn Sie auf der Suche nach der richtigen Singlebörse sind, scheint der Markt auf den ersten Blick reichlich unübersichtlich. Grund genug, hier einmal ein paar Singlebörsen genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir haben eine subjektive Auswahl der Top 3 Singlebörsen getroffen und setzen diese in einen kurzen Vergleich zueinander.

Was macht eine gute Singlebörse aus?

Um zu verstehen, warum diese drei Singlebörsen hier unter die Top 3 aus unserer Sicht gekommen sind, ist es erst einmal wichtig, festzulegen, was eine gute Singlebörse ausmacht. Hier hat natürlich jeder Nutzer ein Stück weit andere Voraussetzungen. Aus unserer Sicht spielen hier verschiedene Faktoren eine Rolle.

Siehe auch  Hausnotruf – Kosten & Vorteile im Überblick

1)     Kosten und Service

Wer eine Singlebörse sucht, auf der er wirklich guten Service bekommt, der sollte einen Bogen um kostenlose Angebote machen. Denn Service muss natürlich auch finanziert werden. Die meisten kostenlosen Varianten allerdings bieten kaum bis gar keinen Service und sind darüber hinaus mit Werbung zugepflastert.

Zu einem guten Service gehört beispielsweise ein erreichbarer Support, der Ihnen im besten Fall telefonisch, per E-Mail oder per Chat zur Verfügung steht. Außerdem bieten gute Partnerbörsen einen psychologischen Test, mit dessen Hilfe verschiedene potenzielle Partner ausgewählt werden, die Ihnen dann direkt vorgestellt werden. Natürlich haben Sie trotzdem die Möglichkeit, selbst in der Mitgliederdatei auf Partnersuche zu gehen. Die Konzentration auf die vorgeschlagenen Singles bringt hier allerdings den Vorteil, dass dabei direkt Personen ausgewählt wurden, die von ihren Eigenarten und ihren persönlichen Angaben her am besten zu Ihnen passen würden.

2)     Zielgruppe der Singlebörse

Es gibt allgemeine Singlebörsen, auf denen Sie allen möglichen Personen begegnen können und Anbieter, die eher mit einer festgelegten Zielgruppe daherkommen. Da wären zum Beispiel Singlebörsen für Personen ab einem gewissen Alter, für Homosexuelle oder für Menschen mit einem bestimmten Bildungsgrad. Während Sie auf den allgemeinen Singlebörsen zumeist eine deutlich breitere Auswahl an Menschen treffen, haben Sie auf den Singlebörsen mit einer festgelegten Zielgruppe, die Ihren Wünschen entspricht, eher die Chance, jemanden zu finden, der genau zu Ihnen passt.

3)     Das tatsächliche Angebot der Singlebörse

Das Angebot einer Singlebörse besteht in der Hauptsache in den anderen hier anmeldeten Singles. Daher sollten Sie bei der Auswahl einer Singlebörse auf Faktoren wie das Geschlechterverhältnis achten. In einer Singlebörse mit einem sehr hohen Männeranteil beispielsweise haben Männer es deutlich schwerer, interessante Singlefrauen kennenzulernen.

Tipp

Achten Sie immer darauf, wie viele Personen auf einer Singlebörse tatsächlich aktiv sind. Bei einer sehr großen Zahl inaktiver Mitglieder besteht die Gefahr, dass Sie sich eine Menge Arbeit machen und viele Singles anschreiben, von denen aber keiner antwortet, da sie einfach nicht regelmäßig online sind.

Siehe auch  Was kostet eine Brustvergrößerung?

Top 3 Singlebörsen im Vergleich

Wer entschieden hat, dass ihm ein Hund allein als Begleiter nicht mehr ausreicht und sein Glück nun auf einer Singlebörse suchen möchte, sollte sich mit den folgenden drei Partnerbörsen auf jeden Fall einmal näher auseinandersetzen.

1)     Lovescout24

Seit 1999 ist diese Singlebörse am Start und damit eine der Singlebörsen der ersten Stunde. Sie richtet sich ausdrücklich an Singles, die auf der Suche nach einer echten und möglichst dauerhaften Beziehung sind. Ein Geschlechterverhältnis von 57 Prozent Männer zu 43 Prozent Frauen ist in Ordnung – da gibt es deutlich eine Menge Anbieter mit deutlich schlechteren Werten. Auch die Summe von 1 Million Nutzer, die hier regelmäßig aktiv sind, kann sich auf jeden Fall sehen lassen.

Neben einer eigenen App und dem spannenden DateRoulette bietet sich dem Nutzer hier auf die Möglichkeit, eine eigene Kontaktanzeige mit bis zu 25 Fotos einzustellen und über die Suchfunktion in den Anzeigen anderer Nutzer zu stöbern. Wenn man sich fragt, was diese Singlebörse kosten soll, fällt man auch nicht gleich vom Stuhl. Mit 19,99 Euro im Monat können die wichtigsten Funktionen optimal genutzt werden.

2)     ElitePartner

Die Singlebörse für Singles mit Niveau – so zumindest verspricht es die Werbung. Tatsächlich ist ElitePartner eine Singlebörse, die eine ganz bestimmte Zielgruppe anspricht. Nicht umsonst sind 70 Prozent der Mitglieder Akademiker. Immerhin ist ElitePartner eine der wenigen Singlebörsen, auf denen das Geschlechterverhältnis umgedreht daherkommt.

Nur 47 Prozent der Mitglieder sind Männer, mit 53 Prozent Frauenanteil ist dieser bei ElitePartner so hoch wie bei keiner anderen führenden Singlebörse. Bei rund 3 Millionen Mitgliedern, von denen gut ein Drittel regelmäßig aktiv ist, ist das schon eine beachtliche Zahl. Neben den klassischen Persönlichkeitstests, die zu möglichst genauen Matches mit anderen Singles verhelfen sollen, gibt es hier auch sehr konkrete Vorstellungen bei der Auswahl der Mitglieder. So kann es hier vergleichsweise schnell passieren, dass Sie als neues Mitglied abgelehnt werden, wenn in Ihrem Profil Einkommen oder Ausbildung nicht zur Zielgruppe passen.

Von den Kosten her liegt ElitePartner im höheren Mittelfeld. Bei einer Bindung für lediglich 6 Monate zahlen Sie für die Premiummitgliedschaft satte 79,90 Euro. Wenn Sie sich allerdings direkt für 2 Jahre binden, kostet die Premiummitgliedschaft schon nur noch 39,90 Euro. Eine gute Möglichkeit, schon mal für die Eheringe zu sparen. Grundsätzlich sollten Sie beim Abschluss einer Mitgliedschaft davon ausgehen, dass auch die Partnersuche über eine Singlebörse nicht im Vorbeigehen erledigt wird und eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Mehr Informationen zu ElitePartner finden Sie hier.

Siehe auch  Urlaub in Dänemark – Kosten, Tipps & Sehenswürdigkeiten

3)     Parship

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship – behauptet auch hier zumindest die Werbung. Leider gibt es dazu keine konkreten und unabhängigen Statistiken – ebenso wenig wie zu der Frage, wie viele Paare, die sich auf Singlebörsen kennengelernt haben, am Ende tatsächlich für die gemeinsame Hochzeit sparen.

Rein statistisch gesehen lässt sich allerdings bei der Singlebörse Parship festhalten, dass rund 38 Prozent aller Singles auf der Plattform tatsächlich einen Partner finden. Dass das erste Date auf Parship als Video-Date durchgeführt werden kann, ist den Entwicklungen im Rahmen der Corona-Pandemie geschuldet. Es macht die Partnersuche aber grade für schüchterne Menschen, die sich nur ungern in die ungewohnte Situation eines Dates in einem Restaurant oder Café begeben, aber mit Sicherheit deutlich leichter.

Das Geschlechterverhältnis auf Parship liegt immerhin bei 51 Prozent Frauen und 49 Prozent Männer. So ausgewogen findet man es auf keiner anderen der führenden Plattformen in Deutschland. Bei 750.000 aktiven Mitgliedern im Monat ist das für jeden Single eine riesige Auswahl an Chancen, den Traumpartner zu finden. Das Durchschnittsalter hier liegt bei 41. Mit einem Akademikeranteil von 51 Prozent ist dieser geringer als bei ElitePartner – aber immer noch deutlich höher als in jeder Eckkneipe oder jeder vollen Bar am Wochenende.

Die vergleichsweise hohen Kosten von mindestens 45,90 Euro monatlich lassen sich zum Teil damit erklären, dass bei Parship Psychologen jeden einzelnen Test bei Neuanmeldung auswerten und so direkt ein psychologisches Profil erstellen, anhand dessen potenzielle Partner/innen vorgeschlagen werden.

Fazit

Singlebörsen sind heute mit Sicherheit eine spannende Möglichkeit, einen Partner oder eine Partnerin zu finden. Bei der Frage nach den Kosten für die Singlebörse sollten Sie den Vergleich verschiedener Portale nicht scheuen – ebenso wie bei der Zielgruppe und den konkreten Leistungen.

Avatar-Foto

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).