Ein Besuch beim Hundefriseur – was kostet das?

Schneiden, kämmen, Krallen schneiden – nicht nur Zweibeiner gehen regelmäßig zum Friseur, auch immer mehr Vierbeiner genießen eine wiederkehrende Fell- und Pfotenpflege beim Hundefriseur.

Das Verbrauchermagazin was-kostet.net zeigt wie viel das kostet und was Hundehalter beachten sollten.

Der Hundefriseur sorgt für einen guten Look beim Vierbeiner

Einige Langhaarrassen wie Pudel, Havaneser, Shih Tzu oder Bichon vertragen alle sechs Wochen einen Schnitt ihres Fells, damit es gut fällt und nicht verfilzt. Welche Kosten auf die Besitzer zukommen und wie sich Geld bei der Schur einsparen lässt, verrät dieser Artikel.

Warum zum Hundefriseur?

Um seinem Hund die richtige Fellpflege zu gönnen, gehen viele Besitzer mit ihrem Vierbeiner zum Hundefriseur. Dieser trimmt das Hundefell fachmännisch. Wer denkt, dass dies Blödsinn ist, sollte wissen, dass durch eine falsche Fellpflege das Haarkleid des Hundes nachhaltig geschädigt werden kann. Einfach nur scheren gehört zum Glück längst der Vergangenheit an. Denn die zwar gut gemeinte, aber falsch ausgearbeitete Schur kann das Fell und die Hundehaut nachhaltig schädigen.

Was macht ein Hundefriseur?

Ein Hundefriseur kennt die verschiedenen Fellstrukturen und weiß, dass zwar ein Pudel eine Schur gut verträgt, ein Labrador aber nicht. Er befreit die Hunde, je nach Rasse, von der störenden Unterwolle und entfernt loses Deckhaar. Darüber hinaus arbeitet er weniger mit der Schermaschine, sondern verwendet bei seiner Arbeit den Kamm und die Schere. Zudem gibt er dem Besitzer einige wertvolle Tipps mit auf den Weg, die er bis zum nächsten Termin beim Hundefriseur beherzigen sollte. Besonders bei Hunden mit langem Fell ist eine intensive Fellpflege wichtig.

Wofür ist eine regelmäßige Fellpflege wichtig?

Sie sorgt einerseits dafür, dass das Fell nicht verfilzt, andererseits hilft sie, einen eventuellen Parasitenbefall etwa durch Zecken, Flöhe oder Milben frühzeitig zu erkennen. Zudem verlieren Hunde bei der regelmäßigen Pflege ihres Fells nicht benötigte Haare. Dadurch riechen sie nicht nur angenehmer, sondern vertragen auch sommerliche Temperaturen besser als ungepflegte Hunde.

Wie hoch sind die Preise eines Hundefriseurs?

Je nachdem, wie groß der Hund ist, zahlen Besitzer für einmal Baden und Föhnen zwischen zehn und 30 Euro. Kommt ein Schnitt hinzu, müssen Hundebesitzer mit Preisen zwischen 40 und 70 Euro rechnen.

Bei stark verfilztem Fell werden 20 bis 60 Euro für das Bürsten und Entfilzen fällig. Viele Hundefriseure bieten Extraleistungen wie Krallenschneiden für um die zehn Euro an. Zu den Sonderposten zählen auch Augen- oder Ohrenreinigungen, die in etwa fünf Euro pro Behandlung kosten.

Wie können kosten gespart werden?

Jeder Hundebesitzer, der eine Hundefrisur selbst schneiden möchte, spart bares Geld. Jedoch sollten vor dem Griff zur Schermaschine oder Schere einige Aspekte beachtet und durchdacht werden. Wer einfach die Schermaschine ansetzt, läuft Gefahr, nicht nur das Aussehen, sondern auch die empfindliche Haut seines Hundes zu schädigen.

Das fängt schon bei guten Schermaschinen für Tierhaare an. Keinesfalls sollte man hier zu wenig Geld investieren, denn eine schlechte Maschine führt nur zu Problemen bei der Schur.

Wie wird das Hundefell optimal geschnitten?

Es gibt rassespezifische Unterschiede, die beachtet werden müssen, um das Hundefell richtig zu schneiden. Bei jeder Schur sollte sichergestellt werden, dass die Haut ihre Schutzfunktionen weiter erfüllen kann. Dafür sollten sich die Hundebesitzer das Fell genau anschauen und im Vorhinein entscheiden, ob eine komplette Schur oder Trimmen notwendig ist.

So werden die verschiedenen Hunderassen richtig geschert:

  • Hunde mit einschichtigem Fell wie Malteser, Yorkshire Terrier oder Pudel vertragen eine Schur grundsätzlich gut.
  • Bei Pudeln ist ein vorsichtiges Vorgehen gefragt, da sie durch ihr Fell vor hohen Temperaturen und UV-Strahlung geschützt werden.
  • Alle Hunde mit einem sehr dichten Unterfell sollten lediglich getrimmt werden, um abgestorbenes Deckhaar zu entfernen.

Einen gepflegten und glücklichen Hund dank der richtigen Fellpflege

Ob Gang zum Hundefriseur oder eigenhändiger Schnitt: Durch die richtige Schur profitieren Hund und Halter. Wer keine Ahnung von der richtigen Fellpflege hat, sollte sich Tipps und Tricks vom Hundefriseur holen, bevor er selbst zur Schere greift. Nach etwas Übung werden die meisten Hundebesitzer zu geübten Hundefriseuren und können die regelmäßige Fellpflege selbst übernehmen.

Foto: ilona.shorokhova via Twenty20

 

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