Was kostet eine gute Matratze und wie erhöhe ich deren Lebensdauer?

Eine gute Matratze ist teuer. Dafür bietet sie auch eine Menge Vorteile. Sie gibt dem Körper in der Nacht genau die Unterstützung, die er benötigt – und sorgt damit für guten Schlaf.

Anstatt mit Verspannungen oder sogar Rückenschmerzen aufzuwachen, unterstützt eine gute Matratze die nächtlichen Bewegungen und entspannt die Muskulatur. Denn insbesondere die menschlichen Bandscheiben regenerieren sich nachts, weshalb gerade für Menschen mit Beschwerden des Bewegungsapparats eine gute, auf den individuellen Körper abgestimmte Matratze unabdingbar ist.

Hierfür sollte man eine Summe von etwa 800 Euro einplanen, wobei die Spanne in der anspruchsvollen Mittelklasse von etwa 600 bis 1.200 Euro reicht. Für Luxusmatratzen werden Preisen von bis zu 3.000 Euro aufgerufen. Ob diese wirklich sinnvoll sind oder nur das gute Gefühl des Exklusiven geben, muss jeder für sich selbst entscheiden. Oft denkt man über ein Upgrading der Matratze beim Umzug in ein bessergestelltes Leben nach – etwa wenn man von der Mietwohnung ins Eigenheim zieht.

Spartipp Matratzenpflege

Oder man entdeckt seine Traummatratze in der Urlaubsunterkunft am Strand – und möchte diese für das perfekte Wohlfühlgefühl auch zuhause nachkaufen, um auch im Alltag das Holiday Feeling genießen zu können. Die Investition in die Traummatratze lohnt sich, denn je nach Belastung und Abnutzung kann eine gute Matratze bis zu zehn Jahren halten, manche Hersteller rechnen mit zwölf. Voraussetzung: Sie wird gut gepflegt.

Spätestens, sobald sich hartnäckige Verschmutzungen, Kuhlen oder sogar Schimmelbildung zeigen, hat die Matratze ausgedient. Mit der richtigen Pflege lässt sich einiges dafür tun, diese Lebensdauer auszureizen. Gute Matratzen verfügen über einen waschbaren Bezug. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Investition in einen Matratzenschoner sinnvoll sein.

Preiswerte Matratzen, die zum Beispiel keinen abnehmbaren, waschbaren Bezug besitzen, haben eine Lebensdauer von nur fünf bis sieben Jahren. Mit regelmäßigen Wenden kann man allerdings auch diese Lebensdauer maximal ausnutzen. Manche Matratzen haben sogar eine Sommer- und eine Winterseite, die unterschiedlich befüllt sind. Das sorgt nicht nur für ein ideales Schlafklima zu jeder Jahreszeit, sondern lässt auch automatisch ans Wenden denken.

Vor allem aber benötigt eine Matratze Luft – auch von unten. Die Betten unserer Eltern ließen sich zumeist noch hochklappen und lüfteten nach der Nacht solcherart erst einmal einige Stunden aus. Neben Waschen, Wenden und Lüften kann man sie einmal im Jahr an der frischen Luft ausdünsten lassen – Minustemperaturen sind übrigens auch ein effizienter Hausstaubmilbenkiller.

Lattenrost – gut für die Gesundheit und den Geldbeutel

Schwere Matratzen ab einer Breite von etwa 140 Zentimetern lassen sich nicht mehr so leicht bewegen. Hier sorgt ein Lattenrost für die benötigte Luftzirkulation von unten. Selbst in Studentenwohnungen, wo die Matratze schon einmal ohne Bettgestell auf den Fußboden gelegt wird, sollte an einen Lattenrost zwischen Boden und Matratze gedacht werden. Doch ein hochwertiger Lattenrost kann weitaus mehr, als die Matratze zu belüften. Im Zusammenspiel mit der Matratze unterstützt ein guter Lattenrost mit Liege-Zonen den Körper, die Muskulatur kann nachts vollkommen entspannen und regenerieren.

Ein qualitativ hochwertiger Lattenrost einer Manufaktur, ob aus Schichtholz oder Massivholz (Lesetipp: Zirbenholzbetten), lässt sich auf jedes Bedürfnis – Single- oder Doppelbett, zu zweit beschlafenes französisches Bett als sogenannter Duo-Lattenrost oder komplett metallfrei für Magnetfeldsensible – abstimmen, trägt also den individuellen Schlafgewohnheiten und dem einzelnen Körper und seinen Bedürfnissen Rechnung. Gleichzeitig erhöht er die Lebensdauer einer hochpreisigen Matratze und ist somit nicht nur Gesundheitsvorsorge, sondern bares Geld wert.

Foto: christyhermogenes via Twenty20

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