Immobilienmakler beauftragen – Vorteile & Kosten im Überblick

Die Suche nach der richtigen Immobilie für eine Investition ist genauso schwierig wie die Recherche nach dem perfekten Eigenheim für Sie und Ihre Familie. Andererseits sind auch der Verkauf und die Suche nach einem guten und vertrauenswürdigen Mieter nicht immer einfach.

Es gibt also eine Menge Situationen, in denen sich Privatmenschen mit vergleichsweise wenig Erfahrung auf dem Immobilienmarkt aufmachen müssen, um genau diesen Marktdschungel näher zu durchleuchten.

Genau für diese Situationen gibt es die Immobilienmakler in Deutschland. Denn der Gang zum Immobilienmakler kann sowohl Verkäufer, Vermietern als auch potenziellen Käufern und Mietern eine Menge Arbeit erleichtern und Ihnen dabei helfen, das gewünschte Geschäft wirklich erfolgreich abzuschließen. Dass der Service, den Immobilienmakler bieten, durchaus beliebt ist, zeigt bereits der Umstand, dass in Deutschland nach Angaben des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) rund 35.000 Immobilienmakler aktiv sind.

Bleibt letztlich die Frage, wann die Beauftragung eines Immobilienmaklers wirklich Sinn macht und was die Dienste eines solchen Maklers Sie im Endeffekt tatsächlich kosten.

Wann benötige ich einen Immobilienmakler?

Immobilienmakler sind die Akteure auf dem Immobilienmarkt, die sich besonders gut auskennen. Sei es bei der Frage nach den örtlichen Immobilienpreisen, der örtlichen Vergleichsmiete oder auch bei der Wertbemessung Ihrer Immobilie. Es gibt verschiedene Situationen, in denen die Beauftragung eines Immobilienmaklers sinnvoll sein kann. Da wäre beispielsweise die Suche nach einem geeigneten Objekt zum Kauf als selbst genutztes Eigenheim.

Wer sich gegen den Bau eines Massivhauses entschieden und stattdessen eine Bestandsimmobilie erwerben möchte, braucht manchmal etwas Geduld. Wenn Sie schon seit einigen Jahren den Markt sondiert haben, aber selbst nicht so richtig fündig werden, können Sie über eine Maklersuche Ihre Chancen, das passende Haus oder die perfekte Wohnung zu finden, erheblich steigern. Alternativ erhöht die Einschaltung eines Maklers Ihre Chancen als Verkäufer eines Hauses oder einer Wohnung, Ihre Immobilie zu einem marktüblichen und auch für Sie fairen Preis zu verkaufen.

Wer eine Immobilie als Anlageobjekt sucht, kann sich an einen Immobilienmakler wenden, der sich auf solche Investments spezialisiert hat. Seine Expertise in Sachen Renditechancen, Lage einer guten Eigentumswohnung zur Vermietung und sein Wissen im Bereich der potenziellen stadtplanerischen Veränderungen vor Ort können bei einer anstehenden Investition eine große Hilfe sein.

Auch wenn Sie eine Immobilie besitzen und diese vermieten möchten, kann ein Makler eine große Hilfe sein. Er übernimmt die Inserate und kann eine Vorauswahl an möglichen Interessenten treffen, mit denen Sie sich die Wohnung gemeinsam ansehen können.

Vorteile eines Immobilienmaklers

Ein guter Immobilienmakler nimmt Ihnen eine Menge Arbeit ab. Wenn Sie beispielsweise ein Haus verkaufen möchten, brauchen Sie neben einem aussagekräftigen Exposé in aller Regel auch ein Wertgutachten, das Ihr Makler für Sie erstellen kann. Daneben hilft Ihr Makler Ihnen, Ihr Objekt im bestmöglichen Licht zu präsentieren.

Andererseits weist Ihr Makler Sie aber auch von vornherein auf mögliche Schwierigkeiten und Risiken hin. Hat Ihre Bausubstanz Schwächen oder findet sich vielleicht sogar versteckter Schimmel irgendwo? Auch wenn Sie selbst jahrelang in Ihrem Haus gewohnt haben, kann eine gewisse Betriebsblindheit dazu führen, dass Sie diese Dinge gar nicht wahrgenommen haben.

Ein guter Makler wird Sie darauf hinweisen und Ihnen direkt aufzeigen können, wie sich das auf den Wert Ihrer Immobilie konkret auswirkt. Darüber hinaus hat ein guter Makler fundierte Kenntnisse über den örtlichen Immobilienmarkt und kann Ihnen genau erklären, welchen Preis Sie für Ihre Immobilie tatsächlich erzielen können – und in welcher Preiskategorie Sie eher damit rechnen müssen, auf Ihrer Immobilie sitzen zu bleiben.

Neben all diesen vorbereiteten Faktoren unterstützt ein Makler Sie auch direkt im Kontakt mit Kaufinteressenten. Dabei organisiert er Führungen für mögliche Mieter oder Käufer Ihres Objektes und begleitet diese auch, sodass er Ihnen bei Fragen und Problemen direkt zur Seite stehen kann.

Haben Sie mit der Hilfe Ihres Immobilienmaklers ein Objekt oder einen Käufer gefunden, leitet ein guter Makler alles Weitere in die Wege. In vielen Fällen berät der Makler Käufer und Verkäufer vor dem Abschluss des Vertrages auch zu weiteren wichtigen Schritten wie dem notwendigen Grundbucheintrag und informiert Sie über die dabei anfallenden Kosten. Auch zum Notartermin kann er Sie begleiten und hier dafür sorgen, dass keine Fragen mehr offenbleiben.

Oftmals arbeitet ein Immobilienmakler auch mit einem Finanzierungsberater zusammen, sodass Sie, wenn Sie einen Immobilienmakler beauftragen auch direkt die Möglichkeit haben, mit seinem Finanzierungsberater zusammenzuarbeiten.

Hier Ihre Vorteile, wenn Sie einen Immobilienmakler beauftragen, noch einmal im Überblick:

  • Erstellung eines professionellen Exposés
  • Durchführung einer Wertermittlung für Ihre Immobilie
  • Breiter Kundenstamm an potenziellen Interessenten, denen er Ihre Immobilie anbieten kann
  • Realistische Einschätzung der Marktsituation und der Chancen zum Verkauf oder zur Vermietung Ihrer Immobilie
  • Unterstützung bei der Vereinbarung und Durchführung von Besichtigungsterminen
  • Unterstützung bei der Aufsetzung eines Kaufvertrages
  • Empfehlung eines Notars und eines Finanzierungsberaters
  • Begleitung zum Notartermin zur anschließenden Klärung noch offener Fragen
  • Beratung bei der Erstellung eines rechtmäßigen Mietvertrages

Woran erkenne ich einen guten Immobilienmakler?

Das Angebot an Maklern gerade in größeren Städten ist riesig. Da ist es umso wichtiger, genau auf die Qualität zu achten. Denn von der Frage, ob Sie Sie einen wirklich guten Makler beauftragen, hängen meist der Erfolg Ihres Verkaufs und oftmals auch die Frage, wie lange ein solcher Verkauf dauert, ab. Es gibt verschiedene Faktoren, auf die Sie achten sollten, wenn Sie zum Beispiel einen Immobilienmakler in München suchen. Dazu gehören unter anderem:

  • Aus- und Weiterbildung
  • Erreichbarkeit
  • Die angebotenen Leistungen
  • Qualität der Exposés
  • Ehrliche Beratung bei der Festlegung des Preises Ihrer Immobilie – generell ist offene und ehrliche Kommunikation hier immer ein Zeichen von Qualität
  • Provision wird erst fällig, wenn der Kauf abgeschlossen ist – keine Zwischenabrechnungen für einzelne Arbeitsschritte
  • Referenzobjekte des Maklers
  • Genaue Kenntnisse des örtlichen Immobilienmarktes
  • Auch Kundenbewertungen im Internet können eine gute Informationsquelle sein, wobei diese natürlich immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind

Was kostet ein Immobilienmakler

Wie gerade erwähnt, sollten die Kosten für einen Makler immer erst dann fällig werden, wenn der Vertrag unter Dach und Fach ist. Wenn Sie einen Makler beauftragen, sind die Kosten von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Dabei ist die Spanne durchaus breit. In den meisten Bundesländern liegt die durchschnittliche Maklerprovision bei 7,14 %. In Teilen Niedersachsens hingegen liegt sie lediglich bei 4,76 %. In Bremen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern müssen Sie in der Regel mit 5,95 % des Kaufpreises einer Immobilie als Maklerprovision rechnen. In Hamburg sind 6,25 % er gängige Schnitt. Die Teile Niedersachsens, in denen Sie nicht 4,76 % zu zahlen haben, liegen wie alle anderen Bundesländer in der Regel ebenfalls bei 7,14 %.

Die hier entstehenden Unterschiede können sich, bei einem entsprechend hohen Kaufpreis, stark auf die Höhe der Kaufnebenkosten auswirken. Allerdings muss man an dieser Stelle auch erwähnen, dass es für Immobilienmakler keine Kostenordnung oder Ähnliches gibt. Die hier genannten Werte sind einfach der gängige Schnitt. Die Preise können tatsächlich theoretisch frei verhandelt werden. Je besser die Verkaufsaussichten Ihrer Immobilie sind und je größer die Auswahl an möglichen Maklern in Ihrer Region ist, desto besser stehen Ihre Chancen hier den Preis ein wenig zu drücken.

Übrigens:

Seit dem 23.12.2020 gilt in Deutschland das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“. Dieses legt nunmehr fest, wer die Kosten zu tragen hat, wenn ein Makler hinzugezogen wird. So gilt im ersten Schritt: Wenn Sie einen Makler beauftragen, tragen Sie auch die Kosten für diesen. Allerdings haben Sie das Recht im Rahmen des Kaufvertrages bis zu 50 % der festgelegten Maklerprovision auf den Käufer der Immobilie zu übertragen. Das gilt im Fall eines Immobilienverkaufs. In Fällen wie:

  • Suche einer Immobilie zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage
  • Suche einer Immobilie zum Zweck der Anmietung
  • Suche eines Mieters für Ihre Immobilie

tragen Sie als derjenige, der den Makler beauftragt, die vollen Kosten.

Fazit

Wenn Sie einen Immobilienmakler beauftragen oder ein Makler von dem Verkäufer des Hauses, das Sie erwerben möchten, beauftragt wurde, entstehen dadurch natürlich Kosten. Diese werden bei Abschluss des Kaufvertrages fällig und können hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden.

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